Routine sticht! Sechzig siegt dank Oldie-Toren bei Grünwalder-Rückkehr

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Bestellt und abgeholt: Josef Lechner (r.) mit Martin Pötzinger vom gleichnamigen Autohaus.

Früher fuhr Lechner einen 5er BMW

Interview mit Bürgermeister: Darum fahre ich ein E-Auto

Fischbachau - Energiewende selbst gemacht: Bürgermeister Lechner hat sich vor einem Monat ein E-Auto gekauft. Eine Sache ärgert ihn daran aber wahnsinnig. Ein Interview.

Der Bürgermeister geht mit gutem Beispiel voran. Seit gut einem Monat ist Josef Lechner in einem E-Mobil unterwegs. Wir haben ihn nach seinen Erfahrungen gefragt.

Herr Lechner, wieso steigen Sie als 5er-BMW-Fahrer auf ein E-Auto um?

Lechner: Wir in Fischbachau sind bei der Energiewende sehr aktik und vertreten dabei immer die Philosophie: Man kann nur etwas vom Bürger verlangen, was man selbst auch tut. Zum einen ist dies also ein Signal, zu anderen ein gewisses Eigeninteresse. Man kann besser über etwas sprechen, wenn man darin Erfahrungen gemacht hat.

Und wie sind ihre bisherigen Erfahrungen?

Lechner: Als Zweitwagen eignet sich das E-Auto hervorragend. Als Bürgermeister mit einem Aktionsradius nur im Landkreis Miesbach habe ich auch kein Problem mit der Reichweite. Etwas anderes ist es, wenn ich mal nach München zur Regierung von Oberbayern muss. Da nehme ich den Erstwagen.

Wie weit kommt ihr Auto denn mit einer Ladung?

Lechner: 160 Kilometer. Das reicht leicht. Abends stecke ich den Wagen an, der Strom kommt von meiner Photovoltaik-Anlage. Das ist dann echte E-Mobilität ohne fossile Energieträger. Allerdings nur, wenn die Sonne scheint.

Und wie fährt es sich?

Lechner: Man ändert sein Fahrverhalten schon. Ich bin mit meiner BWM-Historie ja eher ein sportlicher Fahrer. Jetzt schau ich mehr auf die Verbrauchsanzeige als auf den Tacho, auch wenn das Auto wirklich toll beschleunigt. Ungewohnt ist auch, dass man kaum ein Motorgeräusch hört. Da ist man unversehens mal zu schnell unterwegs?

Gibt es auch schlechte Erfahrungen?

Lechner: Negativ überrascht war ich von der Versicherung. Die kostet so viel wie bei einem hochwertigen Mittelklassewagen. Das wird damit begründet, dass es zu wenig Erfahrungen mit der Unfallhäufigkeit bei E-Autos gibt.

dak

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