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Wasserkraft in Birkenstein: Probebetrieb startet

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Birkenstein - Wenn die Turbine sich zu drehen anfängt, dürfte der Jubel groß sein in Fischbachau. Nach acht Jahren zähen Ringens um die Wasserkraftanlage in Birkenstein startet in Kürze der Probebetrieb.

Im August werden Steuerung und Laufrad in das Turbinengebäude am Fuße des Breitenstein eingebaut, wie Alois Gasteiger (FaB) im Gemeinderat berichtete. Er und seine Kollegen vom Arbeitskreis Energie dürfen sich dann erleichtert und stolz auf die Schultern klopfen.

Seit Monaten werkeln sie in enger Zusammenarbeit mit dem Bauhof an den Leitungen, durch die das Wasser aus einem unterirdischen See über eine Horizontalbohrung ins Tal schießt. Immer wieder traten Rohrbrüche auf. Die Suche nach den Lecks gestaltete sich aufwendig. Unermüdlich marschierten Gasteiger und seine Kollegen den Hang auf und ab, wie Bürgermeister Josef Lechner (CSU) berichtete. „Jetzt haben wir alles im Griff“, sagte Gasteiger. Auch ans Stromnetz ist die Anlage angeschlossen.

Was noch fehlt, ist die Telefonverbindung zum Turbinenhaus. Einen entsprechenden Auftrag habe die Deutsche Telekom erhalten, sagte Lechner. Wenn alles fertig ist, werde ein Ingenieurbüro die abschließenden elektrotechnischen Installationen durchführen. Die Einspeisezusage von Bayernwerk besteht laut Lechner bis zum 14. Juli 2017. Der Bürgermeister ist jedoch guter Dinge, dass das neue Kraftwerk noch in diesem Sommer den ersten grünen Strom ins Netz schickt.

„Vergelt’s Gott für Euer Herzblut“, lobte Lechner die Arbeitskreismitglieder. „So viel hätten wir nie zahlen können.“ Eine Belohnung hat sich der Bürgermeister bereits ausgedacht: „Die erste Halbe Wasser geht an Euch.“

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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