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Bekommt eine Frischzellenkur: Das landwirtschaftliche Anwesen am Hauserbichl in Hundham soll in eine Reitanlage mit acht Ferienwohnungen und Wellnessbereich umgebaut werden.

Neues Tourismus-Angebot für Hundham

Wellness für Ross und Reiter: Luxuriöse Ferienanlage geplant

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Pferdefreunde aus nah und fern dürfen mit den Hufen scharren: Der neue Eigentümer des Anwesens am Hauserbichl in Hundham will eine luxuriöse Reitanlage bauen. 

Hundham – Eher unrühmlich ist die jüngere Geschichte des landwirtschaftlichen Anwesens am Hauserbichl in Hundham verlaufen. Zuerst wurde es zwangsversteigert, dann setzte der neue Eigentümer den Bau der genehmigten und vom Gemeinderat gewünschten Ferienwohnungen nicht um. Als „baurechtlich ungeordnet“ bezeichnet Fischbachaus Bürgermeister Josef Lechner (CSU) die Situation auf dem Grundstück, das sich nur wenige Meter von seinem eigenen Wohnhaus entfernt befindet. Jetzt ist es erneut in anderen Händen. Und diesmal scheint wirklich etwas vorwärts zu gehen, wie Lechner nun im Bauausschuss berichtete.

Der Großteil der bestehenden Gebäude wird abgerissen und durch Neubauten ersetzt, erklärt der Bürgermeister auf Nachfrage. Nur das Haupt- und Zuhaus bleiben erhalten. Hier ist ein Umbau mit Erweiterung geplant. Im Erdgeschoss des alten Hofs soll ein Kosmetikstudio samt Wellnessbereich sowie ein Büro mit Konferenzraum entstehen, im ersten Stock die Privatwohnung der Eigentümerfamilie, die ihren Erstwohnsitz nach Hundham verlagert, wie Lechner betont. Im Keller ist Platz für ein Schwimmbad.

Was klingt wie ein luxuriöses Privathaus, soll größtenteils touristisch genutzt werden. Acht Ferienwohnungen sieht der Plan für das zweistöckige Zuhaus mit Dachgeschoss vor. Das eigentliche Herzstück entsteht aber anstelle des bisherigen Stalls. Hier wird eine 52 mal 22 Meter große Reithalle mit Zuschauerbereich gebaut. Die Pferdeboxen kommen in einem 30 mal zwölf Meter großen Querbau unter. Durch die großzügigen Abmessungen könnten hier offizielle Reitturniere stattfinden, erklärt Lechner. Die Teilnehmer und ihre Familien könnten in den Ferienwohnungen übernachten und den Wellnessbereich im Haupthaus nutzen. Eine reizvolle Kombination, wie der Bürgermeister schmunzelnd anmerkt: „Die Pferde bekommen ihre Hufe gepflegt, die Damen ihre Füße.“ Die Autos der Gäste verschwinden in einer Tiefgarage unter dem Innenhof. Der architektonische Stil fügt sich laut Lechner in die bäuerliche Umgebung ein.

Baurechtliche Bedenken sieht der Rathauschef nicht. Der Plan sei mit dem Landratsamt abgestimmt. Weil das Grundstück im Außenbereich liege, müsse der Gemeinderat allerdings den Flächennutzungsplan ändern. Laut Lechner soll hier ein „Sondergebiet Fremdenverkehr und Reitsport“ ausgewiesen werden. Dies sei zugleich eine Absicherung, dass das Anwesen weiterhin öffentlich zugänglich bleibt. Der Bauausschuss erteilte einstimmig sein Einvernehmen zu dem Vorhaben, der Gemeinderat wird am 23. April darüber beraten.

Für Lechner ist die Reit- und Ferienanlage eine „ideale Ergänzung“ zum nahegelegenen Alten Wirt, der 2017 nach einer Generalsanierung wieder aufgesperrt hat (wir berichteten) und mittelfristig noch den Bau eines Saals für Kulturveranstaltungen plant. „Das ist alles sehr stimmig“, sagt der Bürgermeister. Er habe den neuen Eigentümer des Anwesens am Hauserbichl bereits mit dem Besitzer des Alten Wirts, Thomas Burnhauser, zusammengebracht. „Die beiden verstehen sich“, sagt Lechner. Und auch er freut sich, die Pferderegion Leitzachtal mit einem weiteren Angebot noch attraktiver machen zu können. An der Nachfrage zweifelt er nicht: „Wenn die Kompetenz da ist, zieht ein Rosserer den nächsten an.“

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