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Das neue Gesicht des RVO ist Barbara Dialler aus Fischbachau. Die 52-Jährige hat sich dazu bereit erklärt, das neue Bus-Model zu geben – ihr Gesicht wird wohl ab Herbst mindestens einen Bus zieren. 

Neue Werbekampagne der RVO

Wenn die Busfahrerin zum Model wird

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Das Busfahren liegt Barbara Dialler im Blut – schon ihr Vater führte einst ein Busunternehmen. Sie selbst wird künftig nicht nur fahren, sondern auch von der Außenseite lächeln.

Fischbachau – Der Name Barbara Dialler ist vielen ein Begriff. Man kennt die 52-Jährige als Eisstockschützin in der Bundesliga-Mannschaft des EC Fischbachau und als Busfahrerin beim RVO. Künftig werden die Fahrgäste die Fischbachauerin nicht nur im Bus, sondern schon vor dem Einstieg antreffen. Den voraussichtlich ab Herbst diesen Jahres wird ihr Konterfei auf mindestens einem RVO-Linienbus prangen. Als Bus-Model.

Die RVO hat ein neues Werbekonzept entwickelt - mit Unterstützung vom Landratsamt

Seit mittlerweile 14 Jahren ist Dialler als Busfahrerin tätig – eigentlich eine Männerdomäne. Beim RVO, für den die 52-Jährige seit dem Jahr 2010 fährt, ist sie die einzige Frau unter rund 40 Männern. Wohl auch deswegen fragte sie der Niederlassungsleiter der RVO in Tegernsee, Andreas Päschel, im Dezember des vergangenen Jahres, ob sie sich vorstellen könne, Bus-Model zu werden. Ein solches sieht das neue Konzept des RVO vor. Grundlage ist eine Studie, die das Landratsamt in Auftrag gegeben hat. Mit dem Ziel, herauszufinden, wie sich Menschen mit möglichst geringem Aufwand dazu bringen lassen, mit dem Bus zu fahren. Das Ergebnis: Anders als bisher sollen nicht nur die Fahrgäste, sondern auch die Busfahrer im Fokus stehen.

„Ich sollte meinen Ehering abnehmen. Das habe ich aber verweigert“

Dialler sagte zu. „Ich bin ein unkomplizierter Mensch“, sagt sie. „Ich dachte, okay, dann mach ich’s halt.“ Gesagt, getan. Nachdem sie einige Fotos an die entsprechende Stelle geschickt hatte, bekam sie grünes Licht. Für ein professionelles Foto-Shooting in Rosenheim. „Das war ungewohnt, aber sehr interessant. Da muss wirklich alles sitzen.“ Nicht nur, dass ihre Bluse gleich mehrfach aufgebügelt wurde. Nein, auch in der Maske brachte die Fischbachauerin eine gute Stunde zu. „Die haben mir meine Haare ganz brav hindrapiert. Ich hab’ sie sonst eigentlich immer etwas frecher. So, dass sie leicht aufstehen.“ Alles ließ sie dann aber doch nicht mit sich machen: „Ich sollte meinen Ehering abnehmen. Das habe ich aber verweigert.“ Schließlich will sie auf dem Foto auch so rüberkommen, wie sie wirklich ist. Und sich nicht anders präsentieren. „Ich durfte den Ring aber letztlich dranlassen.“

„Ich bin eher ein lustiger Mensch. Ernst schauen ist nicht so mein Wetter“

Beim Foto-Shooting selbst kam die 52-Jährige dann voll auf ihre Kosten. „Man kennt das ja sonst nur aus dem Fernsehen. Ich hatte richtig Spaß mit dem Fotografen.“ Der wiederum hatte zwischenzeitlich mit ihrem sonnigen Gemüt zu kämpfen. Denn neben einem Lächeln sollte Dialler auch ihr ernstes Gesicht zeigen. „Ich bin eher ein lustiger Mensch. Ernst schauen ist nicht so mein Wetter.“ Trotzdem, letztendlich hat’s geklappt.

Zumindest im Bekanntenkreis ist die Resonanz durchweg positiv

Im Freundes- und Bekanntenkreis hat sich die Neuigkeit schnell verbreitet. Die Resonanz ist durchweg positiv. „Die finden das alle voll cool“, sagt das frischgebackene Bus-Model. Im Kreis der Kollegen hingegen kann ihr freiwilliges Engagement nicht jeder nachvollziehen. „Einige finden es schön, weil sie mich dann immer dabei haben.“ Andere verstehen es nicht. Vor allem nicht die Tatsache, dass Dialler ihre Bilder unentgeltlich zur Verfügung stellt. „Ich mache das als Gaudi.“

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