Stabile Nachfrage: Trotz Corona und Verzögerung sei noch kein Bauwerber am Wolfsee abgesprungen, berichtet Bürgermeister Johannes Lohwasser. Genügend weitere Interessenten gebe es außerdem. Foto: Thomas Plettenberg
+
Stabile Nachfrage: Trotz Corona und Verzögerung sei noch kein Bauwerber am Wolfsee abgesprungen, berichtet Bürgermeister Johannes Lohwasser. Genügend weitere Interessenten gebe es außerdem.

Verfahren beim Landratsamt wohl auf Zielgeraden

Wolfsee: Verzögerung wegen Hochwasserschutz - Baubeginn Herbst 2021

  • Christian Masengarb
    vonChristian Masengarb
    schließen

Die Erschließung des Baugebiets am Wolfsee verschiebt sich, weil der Hochwasserschutz noch beim Landratsamt liegt. Die Gemeinde hofft bald auf einen positiven Bescheid.

Fischbachau – Der Baubeginn am Baugebiet Wolfsee in Fischbachau verzögert sich. Schuld ist Corona – aber nur indirekt. „Unsere zweite Variante vom Hochwasserschutz hat sich bis dato ja sehr gezogen“, sagte Bürgermeister Johannes Lohwasser (FWG) in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats über das Planfeststellungsverfahren, das sich seit Monaten in die Länge zieht. Wie berichtet, waren die Fachstellen am Landratsamt wegen der Pandemie nicht immer erreichbar, was das Verfahren in die Länge zog. Der Bescheid fehle zwar noch. Die derzeitigen Signale des Landratsamts seien aber positiv. „Wir rechnen damit, dass diese Variante jetzt in Ordnung ist. Es sieht sehr gut aus.“

Mehr aus Fischbachau: Wolfseehalle: Kinder, Vereine oder Verkauf

Durch die Verzögerung beim Hochwasserschutz verschiebt sich der übrige Zeitplan. Nach derzeitigem Stand will Lohwasser, sobald der Bescheid da ist, die Erschließung starten. Damit rechnet er noch in diesem Monat. Im November oder Dezember will er im Gemeinderat die Vergabe endgültig abschließen, im Winter die Bauwerber über die neuen Zahlen und den weiteren Zeitplan informieren. Sofern Corona es zulässt, soll das auf einer Info-Veranstaltung passieren, sonst auf anderem Wege, vielleicht im Internet. Anfang 2021, nach derzeitigem Stand wohl im Februar oder März, will Lohwasser die Notarverträge mit den Käufern schließen. Im Herbst 2021 können die Bauwerber mit dem Bau beginnen, schätzt der Bürgermeister. „Wahrscheinlich ein wenig früher.“ Er will aber lieber sicher planen, als weitere Verzögerungen verkünden zu müssen.

Positiv für die Gemeinde ist: Trotz Verzögerung und Corona muss sich Fischbachau scheinbar keine Sorgen machen, die Grundstücke nicht loszubekommen. Noch sei kein Bauwerber abgesprungen, berichtet Lohwasser auf Nachfrage unserer Zeitung. Nur vereinzelt seien Bewerber unsicher. „Sie warten noch ab, was die nächste Runde bringt.“ Sollten einige von ihnen zurückziehen, warteten genügend weitere Interessenten darauf, die frei gewordenen Plätze zu füllen.

Einige kleinere Veränderungen in der Planung werden alte und neue Bewerber bemerken. Nach einer Begehung mit dem Kreisheimatpfleger hat die Gemeinde die Abstände zwischen einigen Häusern und dazugehörigen Gebäuden etwas angepasst. Die Änderungen seien aber so geringfügig, dass kein neues Bebauungsplanverfahren nötig sei, sagte Lohwasser im Gemeinderat: „Da geht es nur um Kleinigkeiten. Garagen und Hauptgebäude näher zusammenstellen, zum Beispiel.“

Auch die Einnahmen der Verkäufe werden durch die Verzögerung erst im kommenden Jahr fließen, statt wie ursprünglich geplant noch 2020. Die Gemeinde stelle das aber nicht vor Schwierigkeiten, versicherte Lohwasser. Sie sei finanziell sicher aufgestellt.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare