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Party zum Auftakt: Das „Mega Halli Galli“ der Landjugend Elbach war die erste Veranstaltung, für die die Gemeinde die Wolfseehalle vermietet hat. 

Nutzung der Wolfseehalle

Damit die Partys nicht ausufern: Gemeinde beschließt Regelwerk

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1000 Partygäste, super Stimmung: Die Wolfseehalle bebte am Samstag beim „Mega Halli Galli“ der Landjugend Elbach. Es war die erste Veranstaltung, seitdem die Gemeinde die Halle übernahm. Bald soll es ein festes Regelwerk geben.    

Fischbachau – Die Aufwärmrunde war gleich eine echte Bewährungsprobe: Über den Abend verteilt haben rund 1000 Partygäste am vergangenen Samstag in der Wolfseehalle beim „Mega Halli Galli“ der Landjugend Elbach gefeiert. Damit waren die jungen Veranstalter die ersten Mieter der Halle, seit sich diese im Eigentum der Gemeinde Fischbachau befindet.

Die Landjugend ist zufrieden mit der Abwicklung über das Rathaus, teilt Vorsitzender Klaus Brunner auf Nachfrage unserer Zeitung mit: „Aus unserer Sicht ist alles unkompliziert und gut gelaufen.“ Bis auf die Küche, die noch nicht einsatzfähig gewesen sei, habe man alle Einrichtungen nutzen können.

Unkompliziert soll die Anmietung auch künftig bleiben, betonte Bürgermeister Josef Lechner (CSU) nun im Fischbachauer Gemeinderat. Dennoch brauche es ein Gerüst, um die Vergabe der Räume zu regeln: eine Benutzungs- und Gebührenordnung. Einen Entwurf hatte Kämmerin Veronika Rauscher bereits erarbeitet. Die fertigen fünf Seiten sollten dann nicht nur auf die Wolfseehalle, sondern auch auf den zweiten gemeindlichen Veranstaltungsraum, den Klostersaal, anwendbar sein, erklärte Lechner.

Deshalb ist beispielsweise die maximal zugelassene Personenzahl für beide Einrichtungen separat ausgewiesen. 916 Gäste haben bei Stehplätzen oder Reihenbestuhlung in der inklusive Empore 458 Quadratmeter großen Wolfseehalle Platz, 282 im 141 Quadratmeter umfassenden Klostersaal. Mit Tischen sind es nur noch 458 beziehungsweise 141 Personen. Mindestens genauso interessant für die Mieter dürften die Gebühren sein. Hier werden für die Wolfseehalle 1000 beziehungsweise mit Küche 1500 Euro netto pro Veranstaltungstag fällig, für den Klostersaal 200 Euro netto plus 50 Euro für die Nutzung der Technik. Die Kaution beträgt jeweils 500 Euro. Ferner sind in dem Schriftsatz die Über- und Rückgabe der Räume sowie Details zu Aufsicht, Haftung und Brandschutz festgelegt.

Im Gemeinderat kam die Benutzungs- und Gebührenordnung gut an. Der Beschluss für die Einführung fiel einstimmig. Ein paar Fragen tauchten aber auf. So wollte Josef Obermaier (CSU) wissen, welche Standards für die Sauberkeit der Küche gelten. „Die Burschen haben da vermutlich eine andere Auffassung wie die Schalkfrauen“, meinte Obermaier schmunzelnd. Die Gemeinde werde hier keinen Unterschied machen, machte Lechner klar. Sollte jemand die Halle nicht im vereinbarten Zustand zurücklassen, müsse er nachbessern. „Erst dann gibt es die Kaution zurück.“

Nach den etablierten Kultur- und Brauchtumsveranstaltungen im Klostersaal erkundigte sich Andreas Estner (FWG): „Sind die auch von der neuen Gebührenordnung betroffen?“ Nicht zwangsläufig, antwortete der Bürgermeister. Ein Gewohnheitsrecht, etwa für die Plattlerproben, werde es geben. Für längere Nutzungsdauern, beispielsweise für Theateraufführungen der Trachtler, werde man eine Pauschale anbieten. „Es ist ein Pilotprojekt“, stellte Lechner fest. „Anpassungen sind immer möglich.“

Das galt auch für Bernhard Padellers (FaB) Frage, ob man die Regeln auch für andere gemeindliche Veranstaltungsräume wie Kindergarten oder Schule nutzen könne. „Das wäre der zweite Schritt“, sagte der Rathauschef. Insgesamt sei die Einführung der Benutzungs- und Gebührenordnung aber eine gute Basis. „In der Vergangenheit haben wir immer alles ausgeredet, jetzt haben wir es schriftlich.“

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