Kein Überqueren möglich: Die Heißenbrücke über die Leitzach wurde abgerissen. Die Gespräche über einen Neubau laufen.
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Kein Überqueren möglich: Die Heißenbrücke über die Leitzach wurde abgerissen. Die Gespräche über einen Neubau laufen.

Gespräche zu Brücken laufen

Zerstörter Wanderweg an der Leitzach: Sanierung beginnt bald - je nach Wetter

  • Sebastian Grauvogl
    vonSebastian Grauvogl
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Noch immer sind die Hochwasserschäden am Wanderweg an der Leitzach bei Fischbachau nicht behoben. Die Sanierung steht aber kurz bevor - wenn das Wetter mitspielt.

Fischbachau – Eine brettlebene Autobahn wird der Wanderweg an der Leitzach nicht werden. Vielmehr will die Gemeinde Fischbachau die durch das Wildwasser angerichteten Schäden geschickt nutzen, um die Strecke ein bisschen abwechslungsreicher zu gestalten. So würden beispielsweise die ausgespülten Wurzelstöcke nicht entsorgt, sondern in die neue Uferbefestigung eingebaut, erklärt Bauamtsleiter Werner Wagner auf Nachfrage unserer Zeitung. Eine entsprechende Firma sei bereits beauftragt. „Wir warten nur noch auf eine längere Trockenperiode.“

Wie berichtet, musste die Gemeinde bereits im Frühjahr 2019 den gut einen Kilometer langen Abschnitt des beliebten Wanderwegs zwischen der Heißenbrücke und Mühlkreit aus Sicherheitsgründen sperren. Weil die Leitzach in diesem Bereich das Ufer arg in Mitleidenschaft gezogen hatte, war auch ein Teil des fast direkt am Wasser verlaufenden Spazierwegs eingebrochen. Um die Wanderer nicht über die angrenzende Wiese eines Landwirts schicken zu müssen, ließ die Gemeinde eine Umleitung ausschildern. Die gelte auch weiterhin, betont Wagner.

Zwischen 20 000 und 25 000 Euro investiert die Gemeinde in die Sanierungsmaßnahme, berichtet der Bauamtsleiter. Das Wasserwirtschaftsamt beteilige sich nicht, weil es nur für den Gewässerunterhalt zuständig sei, nicht aber für die Uferverbauung. „Die fällt unter die Wegesicherungspflicht der Gemeinde Fischbachau“, sagt Wagner.

Unabhängig von dieser Maßnahme beschäftigen den Bauamtsleiter noch zwei weitere Baustellen an der Leitzach: die ebenfalls sanierungsbedürftige Heißenbrücke und die Brücke bei Trach. Wie berichtet, hat das Wasserwirtschaftsamt hier eine Kostenbeteiligung von 50 Prozent in Aussicht gestellt. Über die andere Hälfte verhandelt die Gemeinde weiterhin mit den betreffenden Grundstückseigentümern. Das Leistungsverzeichnis für die Ausschreibung der notwendigen Arbeiten sei mittlerweile fertig, berichtet Wagner. „Die Gespräche laufen aber noch.“

sg

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