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Neuer Vorstand der Freien Wähler Irschenberg: Marinus Eyrainer (Beisitzer), Regina Gruber (Kassier), Thomas Stadler (Beisitzer), Franz Nirschl (Vorstand), Max Kalup (Zweiter Vorstand), Jutta Schlegel (Schriftführer), Franz Nirschl sen. (Vertrauensmann).

Die Teilung ist vollzogen

Freie Wähler Irschenberg-Reichersdorf trennen sich freundschaftlich

Harmonischer kann eine Trennung kaum ablaufen. Die Freien Wähler Irschenberg-Reichersdorf haben ihre Aufspaltung in zwei Ortsgruppen vollzogen.

Irschenberg – Harmonischer kann eine Trennung kaum ablaufen. Die Freien Wähler Irschenberg-Reichersdorf haben beim Wirt in Loiderding ihre Aufspaltung in zwei Ortsgruppen vollzogen und einen neuen, jüngeren Vorstand für die Irschenberger Sektion gewählt. Darin, dass die Teilung ein Schritt in die Richtung sei, waren sich alle einig. „Wir wollen auch weiterhin den Schulterschluss mit Reichersdorf“, sagte der neue Irschenberger Vorsitzende Franz Nirschl. Er hofft, durch die zweite Ortsgruppe insgesamt mehr Stimmen für die Freien Wähler zu holen und kann sich gemeinsame Aktionen vorstellen.#

Freie Wähler Irschenberg-Reichersdorf trennen sich freundschaftlich

Nirschl wurde, wie alle Vorstandsmitglieder, ohne Gegenstimme und Gegenkandidat gewählt. Mehr schwitzen als bei seiner Wahl musste er in den vergangenen Wochen. Thomas Schmid, Freier Wähler aus Reichersdorf, war gekommen, um zu erklären, warum: „Die Distanz zwischen Reichersdorf und Irschenberg ist zu weit geworden“, sagte er. Bester Beleg dafür: Im Gemeinderat sitzt derzeit kein Freier Wähler aus Reichersdorf. Damit sich das ändert, wollten die Mitglieder die Eigenständigkeit – auch wenn die Zusammenarbeit mit den Irschenbergern immer vertrauensvoll gewesen sei, wie Schmid betonte.

Das sah Nirschl genauso. „Es ist der richtige Zeitpunkt, damit Schwung reinkommt“, sagte er. Dennoch standen er und die übrigen Irschenberger vor rechtlichen Fragen. Müssen auch sie sich neu gründen oder reicht eine Namensänderung? Was passiert mit dem Geld in der Kasse? „Jutta Schlegel hat in den vergangenen Wochen viele Stunden im Rathaus verbracht und im Internet recherchiert“, sagte Nirschl. Erst Montag bekam sie das Ergebnis schwarz auf weiß: Eine Namensänderung reicht. Nirschl und Mitstreiter waren erleichtert.

Auch die Verwendung der Kasse ist nun geklärt: Rechtlich steht sie vollständig den Irschenbergern zu. Das war Nirschl zu extrem: Er überreichte den Vertretern der Reichersdorfer eine kleine rote Sparbüchse mit einem 50-Euro-Schein. „Als Anschubfinanzierung“, scherzte er. Keine kleine Geste: Den Irschenbegern bleiben somit selbst nur etwas über 150 Euro.

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Nun will Nirschl nach vorne blicken – auf die Kommunalwahl im kommenden Jahr. „Es wäre schön wenn wir einen Vertreter mehr in den Gemeinderat reinbringen“, sagte er. Ein ehrgeiziges Ziel, auch weil die Irschenberger Freien Wähler durch die Teilung wohl Stimmen an die Reichersdorfer verlieren werden. Für Nirschl kein Grund, zurückzustecken. „Das müssen wir den anderen Parteien abnehmen.“ mas

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