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Immer viel los auf der internationalen Grüne Woche. Aber von uns kommt nicht ivel.

Weder Touristiker noch Produzenten

Grüne Woche: Kaum einer im Landkreis hat Bock drauf

Mehrere Jahre waren ATS und SMG sowie zahlreichen Werteproduzenten aus dem Landkreis auf der Grünen Woche präsent. In diesem Jahr nicht. Die Erklärungen.

ATS-Chef Harald Gmeiner erklärt die Gründe dafür: „Uns war immer wichtig: Wenn wir als Tourismus-Organisation dahin fahren, dann gehören die Produzenten dazu, um zu zeigen: ,Schaut’s her, so schmeckt unsere Region.“ Schließlich handle es sich bei der Grünen Woche nicht um eine Tourismus-, sondern um eine Verbraucher-Messe. Die Produzenten hätten aber inzwischen kein Interesse mehr, und so sei die Messe auch für die ATS kein Thema mehr gewesen.

Stattdessen hatten die Touristiker und die Standort-Marketinggesellschaft (SMG) angestoßen, dass sich alle Öko-Modellregionen Bayerns in Berlin präsentieren. Doch daraus wurde nichts. „Das Landwirtschaftsministerium hat sich nicht bewegt“, sagt Gmeiner. Und alleine habe sich die Öko-Modellregion Miesbacher Oberland dann auch nicht darstellen wollen.

Letzteres deckt sich mit den Aussagen des Landwirtschaftsministeriums. Der Anmeldezeitraum für die Grüne Woche sei von Mitte Juni bis 22. Juli 2016 gelaufen, erklärt Pressesprecher Markus Heilmann. Über das entsprechende Verfahren habe man die Öko-Modellregion Miesbacher Oberland auch informiert, doch diese habe sich daraufhin bei der beauftragten Durchführungsgesellschaft Agentur für Lebensmittel – Produkte aus Bayern (alp Bayern)nicht verbindlich angemeldet. Die Genussregion Irschenberg hingegen schon.

Teilnahmeberechtigt sind grundsätzlich Unternehmen und Dachverbände der Agrar- und Ernährungswirtschaft mit Sitz in Bayern, Dachverbände und Anbieter von „Urlaub auf dem Bauernhof“ mit Sitz in Bayern sowie Bayerische Kommunen. Über die Zulassung entscheidet das Staatsministerium, welches auch die Standflächen vergibt. Die Beteiligungskosten würden den Ausstellern vorab von der Durchführungsgesellschaft in Rechnung gestellt. Als Dachverband hätte laut Heilmann auch die Öko-Modellregion Miesbacher Oberland allein eine Zulassung zur Grünen Woche erhalten.

Zum Glück gibt‘s da noch Hans Schönauer und seine Genussregion, die einzige Vertretung mit eigenem Stand vom ganzen Landkreis.

Außerdem mit einem eigenen Stand vertreten: Die Naturkäserei aus Kreuth.

gr/sg

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