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Die Boulderhöhle wird in den Konditionsraum des Gymnasiums gebaut

Gymnasium Miesbach

Unbekannter Wohltäter zahlt Kletterhalle

Am Gymnasium Miesbach geht es steil nach oben. Bis zum Ende des Schuljahres sollen die neue Kletterwand in der Turnhalle sowie die Boulderhöhle fertig sein. Möglich wird das neue, 150 000 Euro teure Angebot durch einen Spender. 

Als im Oktober 2013 bekannt wurde, dass im Miesbacher Gewerbegebiet Nord ein Kletterzentrum entstehen soll, war Rainer Dlugosch begeistert. Ebenso ernüchtert war der Schulleiter des Gymnasiums, als die Realisierung in der Kreisstadt scheiterte und der initiierende Verein sich nach Weyarn orientierte (wir berichteten). „Klettern hat als Unterrichtsfach viele positive Aspekte“, erklärt Dlugosch. „Aber der Weg von Miesbach nach Weyarn ist für die Schule keine Alternative.“ Doch die Kletter-Idee hat einen neuen Dreh bekommen. Nachdem unsere Zeitung im Mai 2014 darüber berichtet hatte, dass der Schulleiter auf dem Schulgelände eine eigene kleine Kletteranlage errichten möchte und dafür Sponsoren sucht, meldete sich ein Spender, der bereit ist, das Projekt zu unterstützen. Voraussetzung: Er möchte anonym bleiben. „Er hat mich gefragt, wie viel Geld wir brauchen“, erzählt Dlugosch, der dem Gönner die Möglichkeiten auf dem Schulgelände gezeigt hat. Im Raum stehen nun 150 000 Euro, die zugesagt sind. Damit wird der ehemalige Konditionsraum zu einer Boulderhöhle umfunktioniert. Zudem wird in der Nordost-Ecke der Turnhalle eine Kletterwand angelegt. Bautechnisch gibt es laut Dlugosch keine Probleme. Das Statikgutachten liege vor, alles sei am Laufen. Auch die Zustimmung des Landratsamts als Sachaufwandsträger sei da. „Da stand die Frage der Unterhaltskosten im Raum“, erklärt der Schulleiter. „Aber die sind gering.“ Auch die Sicherung der Anlage außerhalb des Betriebs sei gewährleistet. Nicht zuletzt ist die Zustimmung im eigenen Haus notwendig, denn nicht jeder Sportlehrer darf automatisch Unterricht an der Kletterwand machen. Dafür sind laut Dlugosch ein C-Trainerschein sowie ein Ausbildungsnachweis vom Deutschen Alpenverein Voraussetzung. „Aber die Bereitschaft, das Klettern auf den Weg zu bringen, ist groß. Das zeigt sich darin, dass sich sofort mehrere Kollegen gemeldet haben, die bereit sind, die nötige Qualifikation zu machen.“ Auch das restliche Kollegium begrüße den Schritt. Während Boulderhöhle und Kletterwand am Entstehen sind, muss sich das dritte Klettermodul noch gedulden. Dlugosch würde gerne im Freien einen – ebenfalls über Sponsoren finanzierten – Kletterturm einrichten, wo mit Seil und Haken geübt werden kann. Doch das ist problematisch. Der zunächst angedachte Standort im Schulgarten scheide baulich aus. „Doch die Suche nach einem Alternativ-Standort läuft“, sagt Dlugosch, der mit der Stadt in Kontakt steht. Eventuell gebe es gegenüber auf der anderen Seite der Schlierach beim Warmbad eine geeignete Ecke an der Nordseite – das müsse aber erst geprüft werden. „Fest steht: Wir brauchen zuerst den konkreten Standort, denn niemand sponsert einfach so ins Blaue hinein.“ Immerhin: Ein Anfang ist gemacht.

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