Verkehr

Kreisel-Planung ins Stocken geraten

Hausham - Wer schon mal vom früheren Alpengroßmarkt in Hausham auf die Bundesstraße fahren wollte, kennt das: Kein Vorankommen. Ein Kreisel könnte die Situation entspannen. Doch daraus wird erstmal nichts.

Der Haushamer Bürgermeister Jens Zangenfeind (FW)  wird noch etwas kämpfen müssen, bis sein Wunsch nach einem Kreisverkehr an der Oberen Tiefenbachstraße Wirklichkeit werden kann. Denn das Staatliche Bauamt Rosenheim sieht aktuell keine Notwendigkeit für einen Umbau der Einmündung. Heißt auch: Geld vom Freistaat gibt es keines. Im Haushaltsentwurf des Landkreises Miesbach taucht die Maßnahme – die Rede ist von 750 000 Euro – deshalb nicht auf.

Das Verkehrsaufkommen an der Einmündung der Oberen Tiefenbachstraße in die B 307 mag im vergangenen Jahr tatsächlich geringer gewesen sein. Der Alpengroßmarkt ist nach Miesbach umgezogen, und nach der Schließung der Firma Rotaform standen deren Produktiongebäude – wenigstens zum Teil – leer. Doch letzteres ändert sich noch heuer. Moralt verlegt seinen Firmensitz von Bad Tölz nach Hausham (wir berichteten). Und was den Alpengroßmark betrifft, bemüht sich Zangenfeind um eine Wiederbelebung des Gebäudes. Auf der anderen Straßenseite schickt sich die Destillerie Lantenhammer mit Schaubrennerei und weiterem mehr an, die Autofahrer zu einem kleinen Abstecher in die Obere Tiefenbachstraße zu bewegen. Drei Änderungen also, die erahnen lassen, dass der Verkehr wieder zunehmen wird.

Aktuell sieht das Bauamt Rosenheim laut Zangenfeind keinen Handlungsbedarf. Der Bürgermeister ist da ganz anderer Meinung. „Die Einmündung Richtung Schliersee ist eine Katastrophe. Da kann mir keiner erzählen, dass die leistungsfähig ist.“ Diese Haltung kann wohl jeder bestätigen, der schon einmal hinter drei Autos gestanden ist, die nach links auf die Bundesstaße abbiegen wollen. Die blockieren nämlich auch die Pkw, die nach rechts in Richtung Miesbach wollen.

Ferner habe sich das Bauamt auf den Standpunkt zurückgezogen, dass die Einmündung kein Unfallschwerpunkt sei. Zangenfeind meint unterdessen, dass es im vergangenen Jahr durchaus etwas häufiger gekracht hat. Aber auch die Sicherheit für Fußgänger sieht er als verbesserungswürdig an.

Der nächste Schritt soll dem Bürgermeister zufolge die Erstellung eines Gutachtens zum tatsächlichen Verkehrsaufgekommen sein. Dann werde weiterverhandelt.

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