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Stolze Finderin: Karin Hennebichler mit dem Ballon.

Finderin hat sich bei Gemeinde gemeldet

250 Kilometer weit: Luftballon fliegt von Hausham nach Niederösterreich

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Dieser Luftikus hatte einen langen Atem. Mehr als 250 Kilometer hat ein Ballon von Hausham aus bis Niederösterreich zurückgelegt. Da wurde er gefunden.

Hausham/ZwettlDieser Luftikus hatte einen langen Atem. Mehr als 250 Kilometer segelte der Ballon weit, den die Gemeinde Hausham – zusammen mit vielen anderen bunten „Artgenossen“ – bei der Rathauseröffnung am 12. Oktober in den Herbsthimmel steigen ließ. Zur Landung setzte er einen Tag später auf einer Wiese im niederösterreichischen Waldviertel an. Dort fand ihn Karin Hennebichler (46), die mit ihrem Mann Manfred (51) einen Sonntagsausflug mit dem Fahrrad unternommen hatte.

Sind gerne unterwegs: Karin und Manfred Hennebichler aus Niederösterreich wollen nun in Hausham Urlaub machen. 

In einer E-Mail an Haushams Bürgermeister Jens Zangenfeind meldete die Österreicherin ihren Fund – und erzählt seine Geschichte: Beim Radeln durch ihr „wunderschönes Paradies“ sei ihr auf einer Wiese plötzlich ein grünes Objekt aufgefallen. Als sie es genauer betrachtete, sah sie, dass es ein Luftballon war. Seine Herkunft verriet die Aufschrift und das Wappen der Gemeinde Hausham. „Neugierig, wo denn diese Gemeinde liegt, habe ich den Luftballon mit nach Hause genommen und dort dann gegoogelt“, erzählt Hennebichler. Zuerst habe sie vermutet, Hausham liege irgendwo in Oberösterreich.

Weit gefehlt, wie sich herausstellen sollte. Hennebichler staunte nicht schlecht, als sie erkannte, dass der Ballon eine Reise aus dem fernen Bayern auf sich genommen hat. Von seinem Startort zeigt sich die Finderin in ihrer Mail an den Bürgermeister äußerst angetan. „Nett, was da so alles auf ihrer Homepage zu finden ist.“ Wissen wolle sie aber noch, zu welchem Anlass der Ballon denn gestartet wurde.

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Zangenfeind gab Hennebichler gern Auskunft. Die Luftballons seien als Aktion für die Kinder beim Tag der offenen Tür im Rathaus vorbereitet worden. Wie viele letztlich gen Himmel gestiegen sind, kann der Rathauschef nicht sagen. Bislang habe sich kein weiterer Finder gemeldet. Eines steht für Zangenfeind aber bereits fest: „Haushamer Luftballone fliegen besonders weit.“ So mutmaßt der Rathauschef schmunzelnd, dass es einer sogar bis nach Übersee geschafft hat: „Und damit meine ich nicht die Gemeinde in der Nähe vom Chiemsee.“

Der interessierten Finderin ließ der Bürgermeister gleich ein ganzes Paket an Infobroschüren über Hausham und den Landkreis Miesbach zukommen. „Auch Radl- und Wanderkarten waren dabei“, sagt Hennebichler erfreut. Die Werbung scheint ihr Ziel nicht verfehlt zu haben. Die Niederösterreicherin und ihr Mann liebäugeln bereits mit einem Fahrradurlaub im kommenden Frühjahr in Hausham. Für das Paradies zwischen Schliersee und tegernsee würden die beiden ihr paradiesisches Waldviertel durchaus für ein paar Tage verlassen. Einen festen Termin gibt es aber noch nicht, meint Hennebichler. „Wir sind Spontanurlauber.“

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