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Wird bald ein Rathaus: Haushamer Sparkassengebäude.

Haushamer ziehen um

6-Millionen-Projekt Rathaus - oder: Das wohl sicherste Archiv aller Zeiten

Hausham ist dem Umzug des Rathauses in das Sparkassengebäude einen Schritt näher gekommen. Das über sechs Millionen Euro schwere Projekt – bestehend aus Kaufpreis und Umbau – soll bald starten.

Hausham Der Gemeinderat hat die Planung von Architekt Herbert Wagenpfeil gegen drei Stimmen aus der SPD abgesegnet. Die Voraussetzungen liegen soweit alle vor. Der Umbau des früheren Getränkemarktes an der Tegernseer Straße soll wohl im Frühjahr abgeschlossen sein. Dorthin zieht bekanntlich die Sparkasse. Dann kann die Gemeinde in der früheren Filiale aktiv werden. Das Rathaus rückt damit näher ans Herz von Hausham – allerdings auch weiter weg von Agatharied.

Und das passiert: Am Anblick von der Miesbacher Straße aus ändert sich wenig. Die Anbauten hinter der Rotunde und am Bistro sind nicht zu sehen. Hinter dem kreisrunden Sitzungssaal wird Raum für Zuschauer geschaffen, rechterhand wird in einen rund zwölf Meter langen Anbau das Standesamt einziehen. Das Bistro dient als Trauungsraum. Das Wasserbassin, das seit geraumer Zeit trocken gelassen wird – wohl aus Kostengründen – wird stark verkleinert und begrünt. Bürgermeister Jens Zangenfeind (FW) könnte sich vorstellen, hierhin den Bergmannsbrunnen mit umzuziehen.

Augenfällig ist allenfalls noch die Verlegung des Eingangs, der in die Mitte des Hauptgebäudes wandert. An der Stelle des jetzigen Eingangs entstehen auf beiden Stockwerken, die die Gemeinde nutzt, Büros. Die Räume im ersten Obergeschoss werden teils verbreitert. „Nicht monumental“ solle der Umbau werden, sagte Planer Wagenpfeil im Gemeinderat. „Er soll sich in das bestehende Gebäude einfügen.“

Die Wohnungen im zweiten und dritten Obergeschoss bleiben unverändert, die Kellerräume werden letztlich nur umgenutzt. So könnte Hausham das wohl sicherste Archiv aller Landkreis-Gemeinden bekommen. Nämlich wenn es in den Safe der Bank zieht, wie Wagenpfeil vorschlug. Die Flächen der Erweiterung machen gut 200 Quadratmeter aus, zur Verfügung stehen dann gut 1700 – deutlich mehr als im jetzigen Rathaus.

Was mit dem alten Gebäude passiert, ist weiterhin unklar. Zangenfeind hätte am liebsten, dass dort Wohnraum für den kleineren Geldbeutel entsteht. Hierzu habe die Gemeinde Kontakt zu verschiedenen Investoren geknüpft. Klar: Hausham braucht Geld, um den Rathaus-Kauf plus Umzug zu finanzieren. Aber nicht um jeden Preis: Obwohl gleich neben Tankstelle und Getränkemarkt, „wollen wir da kein Gewerbe etablieren“, bekräftigt der Bürgermeister.

dak

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