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Die Post ist da: Peter Weber (l.) und Herbert Gmeiner (r.) vom Landschaftsschutzverein Hausham übergeben die Unterschriftenlisten an Bürgermeister Jens Zangenfeind.

Vor Sanierung der Naturfreundestraße 

893 Mal „Ja“ zu den Bäumen: Bürgermeister nimmt Unterschriften entgegen

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Das Schicksal der Bäume in der Naturfreundestraße bewegt die Haushamer. Genau 893 Unterschriften für den Erhalt hat der Landschaftsschutzverein nun an den Bürgermeister übergeben.

Hausham – Das Schicksal der Bäume in der Naturfreundestraße bewegt die Haushamer. Genau 893 Unterschriften für den Erhalt der Allee am Kirchplatz hat der Landschaftsschutzverein in den vergangenen Wochen gesammelt. Die Listen hat Vorsitzender Peter Weber nun gemeinsam mit Vereinsmitglied Herbert Gmeiner – stellvertretend für die Haushamer Bürger – an Rathauschef Jens Zangenfeind übergeben. „Wir wollten möglichst früh ein Zeichen setzen“, sagt Weber.

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Zangenfeind begrüßt die Aktion. „Es ist immer schön, wenn sich die Bevölkerung für die Politik interessiert.“ Einen Dissens zwischen den Interessen des Gemeinderats und der Unterstützer der Aktion könne er aber im vorliegenden Fall nicht erkennen. „Wir verfolgen alle dasselbe Ziel“, sagt Zangenfeind: „den Erhalt der Bäume.“ Es sei unbestritten, dass die Allee wunderschön und von ortsbildprägendem Charakter sei.

Ebenso unstrittig sei aber, dass die Naturfreundestraße dringend saniert werden müsse (wir berichteten). Selbst wenn man auf einen Ausbau der Fahrbahn verzichte, müssten Abgrabungen für die Erneuerung des Regenwasserkanals vorgenommen werden. Und die wiederum könnten in das Wurzelwerk der Bäume eingreifen.

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Ob und mit welchem Aufwand sich die grünen Riesen dennoch retten lassen, prüft derzeit ein Fachmann. „Bevor wir viel Geld investieren, müssen wir genau Bescheid wissen“, sagt Zangenfeind. Die Fragestellung habe man bewusst positiv formuliert: „Wie lassen sich die Bäume in der Naturfreundestraße erhalten?“ Der Bürgermeister geht davon aus, dass am Ende mehrere Varianten zur Wahl stehen. „Die werden wir ergebnisoffen diskutieren.“ Ganz in seinem Sinne, betont Weber. „Wir werden uns auf jeden Fall einbringen.“

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