1. Startseite
  2. Lokales
  3. Miesbach
  4. Hausham

„Jetzt startet der maschinelle Abbruch“: Hausham verabschiedet sich vom alten Rathaus

Erstellt:

Von: Jonas Napiletzki

Kommentare

Das Ende naht: Das bereits entkernte alte Rathaus in Hausham wird binnen rund einem Monat dem Erdboden gleichgemacht. Gestern haben die fünf Mitarbeiter mit schwerem Gerät mit dem Abriss begonnen.
Das Ende naht: Das bereits entkernte alte Rathaus in Hausham wird binnen rund einem Monat dem Erdboden gleichgemacht. Gestern haben die fünf Mitarbeiter mit schwerem Gerät mit dem Abriss begonnen. © Thomas Plettenberg

Das alte Haushamer Rathaus wurde bereits entkernt - und wird nun abgerissen. In einem Monat wird von dem Gebäude nichts mehr zu sehen sein. Wenig später entsteht eine Baugrube.

Hausham – Das alte Rathaus in Hausham soll wie berichtet abgerissen werden; auf dem Areal entstehen sechs Mehrfamilienhäuser der Schlierach GmbH. Nur wann? Das wusste bisher auch Bürgermeister Jens Zangenfeind (FWG) nicht so ganz genau. Der Zeitplan liege in privater Hand, berichtete er noch in der Jahresvorschau unserer Zeitung. Und so ging der Chef des neuen Rathauses von einem Abriss „in den nächsten drei Monaten“ aus. Damit sollte Zangenfeind Recht behalten, wenngleich die Bagger nun eher früher als später anrollten: Gestern startete der Abriss des alten Rathauses.

Andreas Küspert, Leiter für Bau und Technik, erklärt nun auf Nachfrage den Zeitplan. Bis Weihnachten sei das ehemalige Verwaltungsgebäude an der Miesbacher Straße innen komplett entkernt worden. Rund 15 Mitarbeiter seien damit handwerklich beschäftigt gewesen.

Bis Mitte Februar wird abgerissen

„Jetzt startet der maschinelle Abbruch“, berichtet Küspert. Für die grobe Arbeit seien rund fünf Mitarbeiter eingeplant und mit schwerem Gerät beschäftigt. Gut einen Monat – „bis Mitte Februar“ – soll es dann dauern, bis vom alten Rathaus nichts mehr zu sehen ist. „Danach geht es an den Verbau, also an die Baugrubensicherung mittels Stahlträgern“, erklärt der Bauleiter.

Wenn anschließend die Baugrube für die sechs Mehrfamilienhäuser ausgehoben wurde, könne man mit dem Rohbau beginnen. „Wir planen mit dem Start des Rohbaus im zweiten Quartal dieses Jahres .“ Freilich ist der Zeitplan der Baustelle immer von Unwägbarkeiten abhängig. „Aber“, sagt Küspert, „bisher hat alles wunderbar funktioniert.“ Die Baustelle sei im Zeitplan. „Hoffen wir, dass es so weitergeht.“

Einkommensorientiert geförderte Wohnungen geplant

Wie berichtet planen die Architekten der KPS Wagenpfeil GmbH in den sechs Mehrfamilienhäusern insgesamt rund 70 Wohnungen, von denen rund 30 einkommensorientiert gefördert (EOF) werden. Über 110 Stellplätze in der Tiefgarage sind geplant, außerdem etwa 13 oberirdische Besucherparkplätze. Das EOF-Modell sieht vor, dem Eigentümer die ortsübliche Miete zu zahlen, wobei die Bewohner mit einem Einkommensnachweis einen Zuschuss beim Landratsamt beantragen können. An die Vorgabe, EOF-Wohnungen vorzuhalten, hat sich die Schlierach GmbH für 40 Jahre gebunden. 30 Prozent der Wohnfläche müssen mit EOF-Wohnungen bebaut werden – voraussichtlich werden es sogar etwas mehr.

Alles aus Ihrer Region! Unser Miesbach-Newsletter informiert Sie regelmäßig über alle wichtigen Geschichten aus der Region Miesbach – inklusive aller Neuigkeiten zur Corona-Krise in Ihrer Gemeinde. Melden Sie sich hier an. (nap)

Auch interessant

Kommentare