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Beim Auftakt im Haushamer Bürgersaal haben Christine Dietl (2.v.l.) und Ingrid Pongratz (2.v.r.), hier im Gespräch mit Hannelore Kraus (l.) und Susanne Northmeier, das Programm vorgestellt. 

Aktionswoche

Die schöne Seite des Alters zeigen

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Hausham/Landkreis - Auch ältere Bürger haben viele Möglichkeiten, ihre Zeit zu gestalten. Mit einer Aktionswoche des Landratsamts soll auf Angebote im Landkreis aufmerksam gemacht werden. 

Es war vor einigen Jahren, als die stellvertretende Landrätin Ingrid Pongratz bei einer Radtour ganz schön staunte. Sie strampelte sich mühevoll einen Berg nach oben, als ein älteres Pärchen in flottem Tempo an Pongratz vorbeiradelte. Die Miesbacher Bürgermeisterin zweifelte an ihrer Fitness. Oben angekommen, traf sie die beiden Radler auf einer Hütte wieder. Sie verrieten ihr, dass sie mit Elektrobikes unterwegs waren, die heutzutage nicht mehr als solche zu erkennen sind.

„Es ist wichtig, sich im Vorfeld Gedanken zu machen, was man im Ruhestand alles tun kann“, erklärt Pongratz, als sie die Geschichte bei der Auftaktveranstaltung zu einer Aktion im Landkreis erzählt. Der Fachbereich Gesundheit, Betreuung und Senioren des Landratsamts hat zum Thema „Alter gestalten im Landkreis Miesbach“ ein einwöchiges Programm zusammengestellt. Dieses richtet sich an Bürger ab 50 Jahren, die im Landkreis etwa 40 Prozent aller Bewohner ausmachen.

Die Bürgermeisterin ist stolz auf die aktiven Bürger

Ob die Oma nun den Umgang mit dem Computer lernt oder die Kinder den Erzählungen von ehemaligen Bergleuten lauschen – „das Ziel sollte sein, dass wir miteinander leben und voneinander lernen“, sagt Haushams Bürgermeister Jens Zangenfeind, der den Auftakt zur Aktionswoche in seine Gemeinde geholt hatte. Im Bürgersaal wurden bei einer kleinen Ausstellung die verschiedenen Angebote vorgestellt. Christine Dietl vom Landratsamt ist maßgeblich für die Aktion verantwortlich. „Ich wollte die schöne Seite des Alters zeigen“, begründet sie die Entscheidung zum Thema.

Seit vergangenen Herbst ist Dietl damit beschäftigt, geeignete Projektpartner zu gewinnen und möglichst viel Infomaterial zusammenzustellen. Dieses liegt bei der Auftaktveranstaltung aus. Zudem zeigen Fotografien des Deutschen Olympischen Sportbunds, dass Aktivität auch im Alter möglich und sinnvoll ist. „Wir wollen zeigen, dass es immer mehr Angebote gibt“, erklärt Dietl. Als Beispiel nimmt sie den Mehrgenerationenparcours in Gmund. „Für viele kann die Woche ein Anlass sein, in alles hineinzuschnuppern.“

Die Diskussion um den demographischen Wandel sei nicht neu, sagt Bundestagsabgeordneter Alexander Radwan (CSU). „Die Frage ist, wie wir damit umgehen.“ Und das gehe vor allem die Kommunen an. Für die 40 Prozent an Bürgern, die auf den Ruhestand zusteuern oder ihn schon angetreten haben, hat der Landkreis bereits einige Angebote. Pongratz ist stolz zu sehen, wie aktiv die Bürger ab 50 Jahren noch sind. Es könnte an der guten oberbayerischen Luft liegen. „Vor allem aber“, sagt sie, „liegt es an uns selbst.“

Die Veranstaltungen während der Aktionswoche


Am heutigen Montag findet die erste Aktion im Mehrgenerationen-Bewegungspark in Gmund statt. Um 14 Uhr geht’s dort los. 

Am Mittwoch, 1. Juni, heißt es ab 10 Uhr „Erfolgreich jonglieren lernen ab 50!“. Interessierte treffen sich in Toms Café in Holzkirchen. Um 14 Uhr kommen aktive Wiesseer im Bürgerbräustüberl in Bad Wiessee, zum „Lachen mit Junggebliebenen“ zusammen. Um 14.30 Uhr wird im Bürgergewölbe Weyarn gemeinsam Kaffee getrunken. Wer möchte, kann hier spielend sein Gehirn trainieren.

Am Donnerstag, 2. Juni, lädt um 15 Uhr das Otterfinger Senioren-Ratsch-Café ein. Im Gasthof Baumann gibt es eine Pflanzenplauderrunde.

Am Freitag, 3. Juni, findet eine barrierefreie Führung um den Spitzingsee statt. Treffpunkt ist um 13 Uhr die Kirche St. Bernhard.

Am Samstag, 4. Juni, endet die Woche wieder in Hausham. Ab 14 Uhr werden im Alpengasthof Glück Auf die Aktivitäten zusammengefasst.

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