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Altes Rathausgrundstück Hausham: Grünes Licht für sechs Mehrfamilienhäuser

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Von: Sebastian Grauvogl

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Kam gut an: die überarbeitete Planung für die sechs Mehrfamilienhäuser auf dem alten Rathausgrundstück in Hausham.
Kam gut an: die überarbeitete Planung für die sechs Mehrfamilienhäuser auf dem alten Rathausgrundstück in Hausham. ©  Animation: KPS Wagenpfeil Architekten

Sechs Mehrfamilienhäuser sollen auf dem Grundstück des alten Haushamer Rathauses entstehen. Jetzt hat der Gemeinderat den Plänen seinen abschließenden Segen erteilt.

Hausham – Den einstimmigen Satzungsbeschluss des Bebauungsplans hatten die Planer der sechs Mehrfamilienhäuser anstelle des alten Haushamer Rathauses glatt verpasst. Sie waren erst nach der Abstimmung in die Gemeinderatssitzung im Alpengasthof Glück Auf gekommen. Nachdem Bürgermeister Jens Zangenfeind (FWG) ihnen aber die freudige Nachricht übermittelt hatte, nutzte Architekt Oliver Kiermeier die Gelegenheit, vor der Entscheidung über den Bauantrag noch ein paar Worte zur geplanten Gestaltung der Gebäude zu verlieren.

Fassaden aus Glas und Holz

Mit einer ausgewogenen Mischung aus Glas- und Holzfronten soll der Spagat zwischen Helligkeit und Lärmschutz zur Bundesstraße hin gelingen, führte Kiermeier aus. Die restlichen Fassadenflächen würden in weißem Putz ausgeführt, die zurückgesetzten Dachgeschosse komplett mit Holz verkleidet, die Dächer mit roten Ziegeln eingedeckt. Wie von den Gemeinderäten gewünscht habe man das ursprünglich geplante, siebte Gebäude gestrichen und damit auch die Abstände zwischen den Häusern erhöht. „Das Projekt hat dadurch deutlich gewonnen“, fand der Architekt.

Die Abmessungen der vier viergeschossigen Häuser an der Bundesstraße und der zwei fünfgeschossigen Häuser in zweiter Reihe würden vollständig den Festsetzungen des Bebauungsplans entsprechen, erklärte Bauamtsleiterin Petra Sperl.

Wohnungsgrößen stehen fest

In den beiden der Einkommensorientierten Förderung (EOF) vorbehaltenen Gebäuden seien zehn Wohnungen bis bis zu zwei Zimmern und zehn Wohnungen mit bis zu drei Zimmern geplant, in den anderen vier Häusern 19 Wohnungen unter und 34 Wohnungen über 50 Quadratmeter. Die 112 erforderlichen Stellplätze für die Bewohner würden allesamt in der Tiefgarage nachgewiesen, für Besucher seien 14 oberirdische Parkplätze vorgesehen.

Harda von Poser (Grüne) merkte an, dass sie sich auch Vier-Zimmer-Wohnungen für Familien mit mehreren Kindern gewünscht hätte. Kiermeier erklärte dazu, dass man dazu erst die Vermarktung abwarten wolle. Sollte sich da ein Bedarf nach noch größeren Wohneinheiten abzeichnen, könne man dies mit einem Tekturantrag nachträglich noch anpassen. „Ich denke aber, dass das aktuell ein sehr guter Mix ist“, betonte der Architekt.

Das bestätigte auch der Bürgermeister. Man stehe zu der dichten Bebauung an dieser Stelle, weil sie bezahlbaren Wohnraum in Hausham schaffe. „Es gibt bereits viele Kaufanfragen von Einheimischen“, berichtete Zangenfeind. Dass die Gemeinderäte dann auch den Bauantrag geschlossen befürworteten, wertete der Rathauschef als „gutes Signal“. Die letztlich erfolgreiche Kritik am nun weggefallenen siebten Gebäude habe zudem gezeigt, „dass wir uns Gedanken machen und nicht einfach alles durchwinken.“  

sg

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