1. Startseite
  2. Lokales
  3. Miesbach
  4. Hausham

Baustart erfolgt: So sieht der Zeitplan fürs neue Wohngebiet am Huberspitz aus

Erstellt:

Von: Sebastian Grauvogl

Kommentare

Zum Start eine Baustraße: Mit Kies auf einer Vliesplane legen die Baumaschinen eine Ausweichstrecke für den geplanten Umbau des Huberspitzwegs an.
Zum Start eine Baustraße: Mit Kies auf einer Vliesplane legen die Baumaschinen eine Ausweichstrecke für den geplanten Umbau des Huberspitzwegs an. © Stefan Schweihofer

Straßen, Gehsteige, Versorgungsleitungen: All das soll bis Ende Mai 2023 am Huberspitzweg und an der Huberbergstraße in Hausham entstehen. Jetzt steht der Zeitplan fest.

Hausham – Der Weg zum neuen Wohngebiet war steinig. Fünf Jahre sind vergangen, seit die Gemeinde Hausham das Areal an Huberspitzweg und Huberbergstraße gekauft hat, um es für einheimische Familien zu entwickeln. Unzählige Gutachten, zwei umfangreiche Bebauungsplanverfahren und ein Bürgerentscheid später sind nun die Bagger angerollt. Bezeichnenderweise schaffen auch sie zunächst einen steinigen Weg: eine gekieste Baustraße parallel zum Huberspitzweg. Dann aber soll alles ganz schnell gehen, verkündete nun Bauleiter Karl Kleiß vom Ingenieurbüro Dippold & Gerold im Gemeinderat. Im Sommer 2023 sollen die frisch gebackenen Grundstückseigentümer ihren Traum vom Eigenheim in Hausham endlich verwirklichen können.

Der mit dem Bau der Erschließungsmaßnahmen beauftragten Firma Swietelsky sei der straffe Zeitplan bewusst, betonte Kleiß. So werde sie auch zeitweise mit zwei Kolonnen gleichzeitig werkeln, um Straßen und Leitungen bis zum Stichtag am 31. Mai 2023 fertig zu bekommen. Und das, obwohl auch das Haushamer Großprojekt mit der angespannten Situation in der Baubranche samt teils langer Lieferzeiten für Material und natürlich mit nicht planbaren Wettereinflüssen zu kämpfen habe. Wie der genaue Ablauf für die beiden Bebauungsplangebiete am Huberspitzweg und an der Huberbergstraße aussieht und wo jeweils die neuralgischen Punkte liegen, stellte Kleiß im Detail vor.

Huberspitzweg

Mit Fertigstellung der Baustraße für den Anliegerverkehr rücken die Maschinen rüber auf den Huberspitzweg. Bis Mitte August sollen hier der Schmutzwasserkanal, bis Mitte September der Regenwasserkanal und bis Mitte Oktober die Wasserleitung neu gebaut und die Hausanschlüsse vorbereitet werden. Die Sparten für Gas, Strom und Telekommunikation folgen bis Ende Oktober, die Straßenentwässerung bis Mitte November, die Pflasterarbeiten bis Ende des Monats. Pünktlich zum 1. Dezember soll der Huberspitzweg dann mit einer „bituminösen Tragschicht“ asphaltiert und damit winterfest sein.

Huberbergstraße

Weitgehend auf der grünen Wiese finden die Arbeiten im Baugebiet nördlich der Huberbergstraße statt. Damit dessen Erschließung überhaupt möglich wird, muss jedoch die Überquerung des Huberbachs befestigt werden. Da das für das neue Durchlassbauwerk eigentlich notwendige Fertigbetonteil wohl frühestens im Dezember lieferbar ist, wird laut Kleiß im Juli in Absprache mit dem Wasserwirtschaftsamt vorerst eine provisorische Überfahrt errichtet. Kurz darauf beginnen der Aushub und die Erdarbeiten samt Bodenverbesserung für die neuen Straßen und Leitungen, die bis Ende September fertig sein sollen.

Danach rollen die Maschinen rüber in die Poilstraße, über die künftig die Kanalanschlüsse aus dem Neubaugebiets verlaufen sollen. Im Oktober erfolgt hier der Neubau des Schmutzwasserkanals, gefolgt vom Regenwasserkanal und der Wasserleitung bis Ende November. Bis Mitte Dezember soll dann auch die Poilstraße mit Pflaster und Asphalt fit für Schnee und Eis gemacht werden.

Lesen Sie auch: So werden die neuen Baugrundstücke am Huberspitz in Hausham vergeben

Unmittelbar nach Vorbereitung der jeweiligen Rohranschlüsse dort werden laut Kleiß dann auch die Kanäle samt Hausanschlüssen im Neubaugebiet verlegt (Schmutzwasser bis Ende November, Regenwasser, Trinkwasser sowie Sparten bis Mitte Dezember). Zumindest bis dahin noch begonnen werden soll mit dem Einbau der Frostschutzkiesschicht auf den Straßen. Nach dem Winter ab Ende März und bis Ende April schließt sich der Neubau der Straßenentwässerung an, gefolgt von Pflasterarbeiten bis Mitte Mai und der Asphaltierung bis Ende des Monats.

Nachgelagert aber noch rechtzeitig, bevor die Häuslebauer auf ihren Grundstücken loslegen, wird im Juni und Juli 2023 die Autobrücke von der Schlierachstraße auf den Huberspitzweg verbreitert und eine Stahlbrücke für Fußgänger eingesetzt, informierte Kleiß.

Für Fragen der Bürger stünden er und Vertreter der Baufirma beim wöchentlichen Jour-Fix jeden Donnerstag um 11 Uhr auf der Baustelle zur Verfügung. Bei Bedarf werde man auch eine Sprechstunde einrichten, betonte der Bauleiter. Einen Punkt nahm Bürgermeister Jens Zangenfeind (FWG) schon vorweg: Das Volksfest 2023 soll trotz der Brückenbauarbeiten stattfinden können.

sg

Auch interessant

Kommentare