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Gut gelaunte Runde: Beim Wohltätigkeitsessen der Gemeinde Hausham trafen sich zumeist alte Bekannte. Ministerin Ilse Aigner war ebenso dabei wie Landrat Wolfgang Rzehak mit Familie, nahezu alle Chefärzte des Krankenhauses oder auch frühere und aktuelle Bürgermeister. 

„Eine beeindruckende Sache“

Begleitprogramm liefert die Würze - Rekordsumme beim Wohltätigkeitsessen

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Es ist ein neuer Rekord: 15 000 Euro Erlös erbrachte in diesem Jahr das Wohltätigkeitsessen der Gemeinde Hausham. Whisky und Rotwein trieben das Ergebnis mit nach oben.

Hausham – Damit hat Olaf von Löwis bei seinem Ausflug in den Süden des Landkreises nicht gerechnet. Am Anfang stehen nur die Eintrittskarte und ein paar Getränke zu Buche. Dann aber muss der Holzkirchner Bürgermeister die Scheckkarte aus dem Geldbeutel holen. Soeben hat er in Hausham für 600 Euro eine Drei-Liter-Flasche edlen italienischen Rotweins ersteigert – um dann auf der Bühne mit gespielter Empörung festzustellen, dass er von seinem Amtskollegen Jens Zangenfeind und Krankenhaus-Geschäftsführer Michael Kelbel als Auktionator übers Ohr gehauen worden sei: „Das stimmt ja gar nicht, was Ihr da erzählt, das ist ja ein Lambrusco!“ Gelächter im Saal.

Gelacht wird viel an diesem Freitagabend im Haushamer Alpengasthof Glück auf, wo sich – ja, so muss man sagen – ein eingeschworenes Stammpublikum zum Wohltätigkeitsessen der Gemeinde Hausham getroffen hat. Einige neue Gesichter wie eben Landkreis-Bürgermeister-Sprecher Löwis sind darunter, und die staunen, was Zangenfeind und sein Team aus dem Rathaus zusammen mit unzähligen Sponsoren aus der heimischen Gastronomie und Wirtschaft auf die Beine gestellt haben. „Großer Respekt“, sagt Löwis. „Eine beeindruckende Sache.“ Tatsächlich hat die Veranstaltung seit ihrem Bestehen 1992 schon rund 200 000 Euro Spenden erlöst.

Natürlich steht das Essen, so sagt es schon der Name, im Mittelpunkt. Doch für die Würze sorgt erst das Begleitprogramm. Das sind die Auftritte der verschiedenen Tanzgruppen der Faschingsgesellschaft Crachia. Das ist die Tombola, bei der es Preise für rund 6000 Euro zu gewinnen gibt. Das ist die Huabaoim Musi, die beim Essen für die Untermalung sorgt. In erster Linie ist es aber die Versteigerung besonders wertvoller Sachspenden, die Spaß und vor allem jede Menge Geld bringt.

Zangenfeind als Hauptorganisator und gewitzter Moderator holt sich in diesem Jahr gleich mehrere Versteigerer an seine Seite. Vize-Ministerpräsidentin Ilse Aigner beispielsweise kann Landrat Wolfgang Rzehak überzeugen, 500 Euro für eine Aquamarin-Halskette auszugeben. Der wiederum bringt für insgesamt 880 Euro einen Fußball mit den Unterschriften der FC-Bayern-Spieler sowie einen Gutschein für einen Besuch bei Aigner im Landtag unters Volk. „Wir haben da nichts schriftlich“, bremst Zangenfeind Kardiologie-Chefarzt Günter Pilz aus, als der auf der Bühne seinen für 300 Euro ersteigerten Gutschein abholen möchte. Und schiebt unter dem Gelächter des Publikums hinterher: „Aber das klappt bestimmt, man kann ihr vertrauen.“

Mit Versteigerer Toni Stetter von der Whisky-Destillerie Slyrs und der Destillerie Lantenhammer liefert sich der Bürgermeister einmal mehr einen amüsanten Schlagabtausch. Stetter hat die erste Flasche des auf dem Stümpfling gereiften Mountain Whisky mitgebracht. Regulär kommt dieser erst 2019 auf den Markt. Mit diesem Whisky seien die Scherze des Bürgermeisters besser zu ertragen, preist er die Rarität an, die schließlich für 850 Euro bei Sepp Ettenhuber auf der Speckalm am Sudelfeld landet. Zangenfeind wiederum revanchiert sich mit der Bemerkung, dass Stetter optisch deutlich gewonnen habe, seit sich die Firma Schuhe und Mode Herrmann in der Nähe von Lantenhammer angesiedelt habe.

Bilder: Wohltätigkeitsessen in Hausham

Es fallen aber auch nachdenkliche Worte an diesem Abend: als Zangenfeind die Bedeutung der Organisationen betont, die in diesem Jahr von der Merkur-Aktion „Leser helfen Lesern“ profitieren. Es sind die Notarzt-Fördervereine, der Kriseninterventionsdienst und die Sparte Handicap Integrativ der Sportgemeinschaft Hausham. Die Hälfte des Erlöses – unterm Strich steht gegen Mitternacht die Rekordsumme von 15 000 Euro – geht an die Merkur-Aktion. Die andere Hälfte erhält der Freundeskreis Krankenhaus Agatharied. Die Klinik honoriert das Engagement und ist an diesem Abend mit nahezu allen Chefärzten vertreten. Die erfahren von Zangenfeind nicht nur Dank für ihr hohes medizinisches Niveau, sondern bekommen an anderer Stelle auch einen heißen Tipp. Man könne, so der Bürgermeister, die Crachia-Tanzgruppen für alle möglichen Events buchen: „Wenn Sie also eine OP zu feiern haben...“

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