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Bergwerksgeschichte im Schnelldurchlauf: Mehr als 50 historische Fotos aus dem Haushamer Bergwerk können die Besucher derzeit im Krankenhaus Agatharied bewundern.

Fotoaustellung im Krankenhaus

Bilderreise in die Kohlegrube

Agatharied – Die Schließung des Bergwerks Hausham jährt sich heuer zum 50. Mal. Den Auftakt zu den Feierlichkeiten bildet nun eine Ausstellung mit historischen Fotos

Es sind Bilder von kohlegeschwärzten Gesichtern unter Tage, von harter Arbeit unter gefährlichen Bedingungen. Doch es ist auch ein Einblick in die industrielle Blütezeit der Gemeinde Hausham. Mehr als 50 Fotografien sind bis zum 30. April bei der Ausstellung „Das Bergwerk Hausham, eine historische Bilderreise“ im Foyer des Krankenhauses Agatharied zu sehen.

Die Schau, die die Bergmannsvereine St. Barbara Hausham und Leitzachtal sowie der Interessenkreis Bergbaumuseum Hausham organisiert haben, markiert zugleich den Auftakt einer ganzen Reihe von Veranstaltungen zur Erinnerung an die Schließung der Grube Hausham vor 50 Jahren. Die gezeigten Fotos – größtenteils in Schwarz-Weiß – sind ein nahezu lückenloser Abriss der 105-jährigen Geschichte des Bergwerks.

Die meisten von ihnen haben die Vereinsmitglieder im Archiv des Bergbaumuseums ausgegraben. „Die haben wir dann abfotografiert, vergrößert und gerahmt“, erklärt der Vorsitzende des Haushamer Bergmannsvereins, Fritz Wirth. Eine Ausnahme bildet der Pappkamerad, der am Eingang zur Schau die Besucher grüßt. Dieser ist ein lebensgroßes Abbild von Fahrhauer Franz Gregor sen. „Der hat sich dafür seine Uniform angezogen“, sagt Wirth.

Dass das Bergwerk die Haushamer auch heute noch bewegt, haben die Organisatoren beim Aufhängen der Bilder festgestellt: Wirth: „Da haben uns viele Leute angesprochen, die selbst Verwandte im Bergwerk hatten.“  sg

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