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Hohe Qualitätssicherung: Um Blutspenden abnehmen zu dürfen, brauchen Krankenhäuser eine spezielle Herstellungsgenehmigung.

Zugunglück von Bad Aibling

Blutspenden ja, aber nicht im Krankenhaus Agatharied

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Im Zuge des Unglücks von Bad Aibling wurden die Bürger auch aufgerufen, Blut zu spenden. Wer sich aber im Krankenhaus Agatharied dazu zur Verfügung stellen wollte, hatte kein Glück: Die Klinik nimmt keine Blutspenden an.

Die Gründe dafür liegen in den Vorschriften, wie Privatdozent Dr. Joachim Groh, Chefarzt der Abteilung für Anästhesie und Intensivmedizin und Leiter des Blutdepots und des blutgruppenserologischen Labors in Agatharied, am Rande der Pressekonferenz erklärt: „Wir haben dafür keine Herstellungserlaubnis.“

Die europaweit gültigen Vorschriften sehen dafür strenge Regeln vor. Das Krankenhaus dürfe lediglich Patienten mit Eigenblut versorgen, das im Vorfeld von OPs zu entnehmen ist. „Außerdem“, so erklärt Groh, „würde im Ernstfall die Kapazität, Blut zu sammeln, fehlen.“

Sein Appell lautet deshalb: regelmäßig zu den Blutspende-Aktionen gehen, die im Landkreis turnusgemäß vom Blutspendedienst München durchgeführt werden. Das helfe, um die Depots gefüllt zu halten. Das wiederum gewährleiste die Versorgung am besten. Groh: "Dann kann genügend Blut dorthin geliefert werden, wo es gebraucht wird."

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