Ein Gemisch aus Ruß und Schaum blieb nach dem Feuerwehreinsatz in der öffentlichen Toilette an der Zentralen Sportanlage zurück.
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Ein Gemisch aus Ruß und Schaum blieb nach dem Feuerwehreinsatz in der öffentlichen Toilette an der Zentralen Sportanlage zurück.

Feuer in Toilette gelegt

Brandstiftung in Sportanlage: Bub (12) per Videoaufzeichnung überführt

  • Sebastian Grauvogl
    vonSebastian Grauvogl
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Ein unbekannter Täter hatte im Dezember 2020 ein Feuer in der Toilette der Zentralen Sportanlage in Hausham gelegt. Jetzt wurde er überführt - per Videoüberwachung.

Hausham – Die Abschreckung allein sollte reichen, hofften die Haushamer Gemeinderäte, als sie 2017 die Installation einer Videoüberwachung für die Zentrale Sportanlage beschlossen. Nun aber hat sich das System auch im Ernstfall als nützlich erwiesen. Die Brandstiftung, die im Dezember einen Sachschaden von 500 Euro in der öffentlichen Toilette anrichtete, konnte dank der Aufzeichnung aufgeklärt werden.

„Der Verdächtige wurde per Video identifiziert“, berichtete Bürgermeister Jens Zangenfeind (FWG) im Gemeinderat. Wie die Polizei Miesbach auf Nachfrage mitteilt, hat ein ermittelnder Beamter die gefilmte Person erkannt. Es handle sich um einen zwölf Jahre alten Buben. Dieser habe die Tat auch gleich eingeräumt. Er habe nur ein bisschen im Abfalleimer in der Toilette zündeln und die Flammen dann gleich wieder löschen wollen, berichtet die Polizei.

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Brandstiftung in Sportanlage: Video-Überwachung überführt 12-Jährigen

Das ging gründlich daneben, wie die Feuerwehr Hausham auf ihrer Facebook-Seite zu dem Einsatz schreibt. Drei Feuerwehren mit 41 Mann und sieben Fahrzeugen sowie zwei Mann der Kreisbrandinspektion und zwei Sanitäter seien am 11. Dezember gegen 12.30 Uhr zur Zentralen Sportanlage ausgerückt, nachdem ein Passant den Brand gemeldet hatte. Nach dem Ablöschen des Mülleimers habe man den verrauchten WC-Raum mit einem Hochdruckgerät belüftet, berichtet die Feuerwehr.

Weil es sich bei dem Täter um ein minderjähriges Kind handelte, stellte die Staatsanwaltschaft das Verfahren laut Polizei ein. Wie in solchen Fällen üblich, wurde aber das Jugendamt eingeschaltet. Ob die Eltern ihre Aufsichtspflicht verletzt hatten und somit für den Schaden aufkommen müssen, sei eine zivilrechtliche Angelegenheit.

Der Rathauschef ist in erster Linie froh, dass bei dem Brand nicht mehr passiert ist. Die Toilettenanlage grenze direkt an das Sportstüberl und das Büro der SG Hausham an, erklärt Zangenfeind: „Es hätten also auch Menschen zu Schaden kommen können.“

sg

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