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BRK-Chef besucht Impfzentrum Hausham – und plädiert für Impfpflicht

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Von: Stephen Hank

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Erfahrungsaustausch: BRK-Landesgeschäftsführer Leonhard Stärk (l.) im Gespräch mit Landrat Olaf von Löwis (r.) und Ehrenamtlichen des BRK.
Erfahrungsaustausch: BRK-Landesgeschäftsführer Leonhard Stärk (l.) im Gespräch mit Landrat Olaf von Löwis (r.) und Ehrenamtlichen des BRK. © tp

Bei einem Ortsbesuch im Impfzentrum Hausham lobt der Landesgeschäftsführer des Bayerischen Roten Kreuzes Leonhard Stärk die Zusammenarbeit zwischen Ärzten und Impfzentren in Landkreis.

Hausham – In vielen Landkreisen kommt es zwischen Impfzentren und Ärzten immer mal wieder zu Reibereien. Nicht so in Miesbach. „Das klappt hier hervorragend, es ist eine enge Verbindung da“, sagt Leonhard Stärk, Landesgeschäftsführer des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK). Er sitzt im Lenkungsausschuss der Bayerischen Impfallianz, dem rund ein Dutzend Vertreter verschiedener Spitzenverbände angehören. Abseits der wöchentlichen Treffen des Gremiums wollte er sich jetzt ein Bild von der Lage vor Ort machen.

Beim Besuch im Impfzentrum in Hausham kam Stärk auch mit Landrat OIaf von Löwis und Helfern des BRK ins Gespräch. Beide Seiten betonten, dass das Zusammenspiel vorbildlich laufe. „Die Unterstützung der Landkreise bei der Impfkampagne ist extrem wichtig“, weiß Stärk. „Vom Landratsamt kommt hier jede Unterstützung.“ Im Impfzentrum sei eine positive Grundstimmung spürbar gewesen, die Nachfrage nach Impfungen steige.

Impfungen im Miesbacher Landkreis: Vorbildliches Zusammenspiel

Kritisch sieht der BRK-Landesgeschäftsführer, dass der Bundestag am Freitag eine Impfpflicht nur für den Pflegebereich in Kliniken und Altenheimen beschlossen hat – und sich nicht zu einer allgemeinen Impfpflicht durchringen konnte. Er fürchtet, dass sich Mitarbeiter in der Pflege jetzt von diesem Beruf abwenden, „weil sie es leid sind, zu allen Belastungen jetzt auch noch für die Verbreitung des Virus verantwortlich gemacht zu werden“. Stärk: „Im BRK sind fast 90 Prozent aller Mitarbeitenden geimpft. Hätten wir eine solche Impfquote bei der Bevölkerung in Bayern, wären die Intensivstationen nicht überfüllt, und der Rettungsdienst wäre nicht an seiner Belastungsgrenze.“  

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