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Im Dialog: Abteilungsleiter Christian Reichel (l.) und Bürgermeister Jens Zangenfeind.

Infoabend für die Bürger

Brückensanierung: Diesmal ohne Verkehrskollaps

Hausham - Der Zeitpunkt, zu dem die Tegernseer Straße in Hausham stillgelegt wird, rückt näher. Jetzt hat das Staatliche Bauamt in Rosenheim die Bürger über die Erneuerung der Schlierachbrücke informiert.

Die Schlierachbrücke – der viel befahrene Überweg in Haushams Ortsmitte – ist schon 63 Jahre alt. Entsprechend ist auch ihr Zustand. Fachlich bewertet erhält sie die Note 3,9. „Da ist eine Erneuerung längst fällig“, stellte Christian Reichel vom Staatlichen Bauamt in Rosenheim fest. Der Regierungsbaumeister war wie auch Verkehrsabteilungsleiter Peter Schiffmann vom Miesbacher Landratsamt in den Gasthof Glück Auf gekommen, um mit den Haushamern über den drohenden Verkehrskollaps zu sprechen. Denn von Juni bis September soll die Tegernseer Straße als Hauptverkehrsader wegen des Neubaus der Schlierachbrücke gesperrt werden.

Große Erkenntnisse brachte die Diskussion noch nicht. Die Anwesenden nutzten jedoch die Gelegenheit, ihren Unmut über die Arbeitszeit der Brückenbauer zu erneuern, die im Sommer 2012 die Fehnbachbrücke gebaut hatten. Die Baustelle hatte – wie berichtet – zu Dauerstaus in Agatharied geführt. Zudem hatte die Baustelle damals länger als geplant gedauert, weil die Arbeiter angeblich zu langsam zu Werke gingen und Freitage nicht nutzten. „Da muss man genau hinschauen“, wurde Reichel ermahnt. Der Planungschef vom Bauamt will genau das aber nicht tun, wie er erklärte: „Ich mache den Firmen keine Vorschriften. Denn dann geht bei denen nichts mehr.“

Bürgermeister Jens Zangenfeind, der sich 2012 noch als Vorsitzender des Gewerbevereins für eine Lösung eingesetzt hatte, ist nun zumindest dahingehend beruhigt, dass die Polizei bei großen Fahrzeugströmen – vor allem in Agatharied – helfen will, ein Chaos zu verhindern. Autofahrern, die ins Tegernseer Tal wollen, empfiehlt Schiffmann die Route über die B 472 ab Miesbach bis zur Kreuzstraße, um dort nach Gmund abzubiegen. Wie der Lieferverkehr im firmenreichen Hausham in den Stoßzeiten effektiv abgewickelt werden kann, ist indes noch unbeantwortet. „Die Betriebe brauchen schnelle Wege“, stellte Elektronik-Händler Wilhelm Eisenlöffel fest.

Fußgänger sollen von den Bauarbeiten nicht beeinträchtigt sein. Für die Zeit während der Bauzeit hält Reichel eine Behelfsbrücke für denkbar. Ausschlaggebend ist hier das Einverständnis der Anwohner, ihren Privatgrund für den Ersatzbau für Fußgänger zur Verfügung zu stellen. Der jetzige Fußweg könne jedoch nicht genutzt werden, da er auf dem veralteten Brückenfundament ruht.

Regierungsbaumeister Reichel lobte dabei Anwohner und Gemeinde. Man habe „gute Gespräche“ geführt. Bürgermeister Zangenfeind will den Dialog mit der Staatsbehörde fortsetzen. Auch die Haushamer Bürger sollen angesichts eines drohenden Verkehrskollapses in der Ferienzeit zu weiteren Informationsabenden eingeladen werden.

Von Hugo Molter

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