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Es gibt viel zu tun: Haushams Bürgermeister Jens Zangenfeind (r.) gibt bei der Bürgerversammlung einen Ausblick auf die kommenden Projekte in der Gemeinde. 

Brücken, Straßen, Wohngebiete

Bürgerversammlung: Diese Baustellen erwarten die Haushamer

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Hausham - Auf eine ganze Reihe von Baustellen müssen sich die Haushamer in den kommenden Jahren einstellen. Bei der Bürgerversammlung stellte Bürgermeister Jens Zangenfeind die Projekte vor.

Würde man eine Liste der Worte erstellen, die Haushams Bürgermeister Jens Zangenfeind bei der Bürgerversammlung am meisten benutzt hat, gäbe es zwei heiße Favoriten für den Tagessieg: Brücken und Baustellen. „Diese Themen verfolgen uns“, sagte Zangenfeind schmunzelnd. Er bereitete die zahlreichen Zuhörer im Bürgersaal darauf vor, dass die kürzlich abgeschlossene Sanierung der Schlierachbrücke an der Tegernseer Straße nur ein Vorgeschmack auf weitere Baustellen war.

So steht bereits länger fest, dass auch die Schlierachbrücke an der Einmündung der Fehnbachstraße in die B 307 in Agatharied erneuert werden muss. Für die Abzweigung der Oberen Tiefenbachstraße macht sich die Gemeinde laut Zangenfeind weiter für einen Kreisverkehr stark. Die Ergebnisse einer Machbarkeitsstudie werde das beauftragte Ingenieurbüro im Februar 2017 vorstellen. Dann würden auch die Bürger zu Wort kommen. „Sie sind es ja, die dort seit Jahrzehnten im Stau stehen“, betonte der Bürgermeister.

Ein etwas versteckteres Brückenbauwerk liegt weiter nördlich: der Durchlass für einen Werkskanal an der Schlierach auf Höhe der Fußgängerampel vor dem Staudenhäusl. Auch hier kommt die Gemeinde nicht um eine Sanierung herum – und wohl auch nicht um die Kosten in sechsstelliger Höhe, wie Zangenfeind verkündete.

Bei der Verlegung des Bahnübergangs in Hausham bleibt es hingegen bei einem geringen Prozentsatz der Bausumme. Zahlen oder einen genauen Zeitplan konnte Zangenfeind noch nicht nennen. Er werde das Staatliche Bauamt Rosenheim aber um eine baldige Information der Bürger bitten. Sicher ist, dass es auch am neuen Bahnübergang zu Wartezeiten kommen wird. Diese sollten laut Zangenfeind aber maximal viereinhalb Minuten betragen. „Im Vergleich zum jetzigen Zustand kann es eigentlich nur besser werden“, sagte er.

Das denken sich auch die Anwohner der Naturfreundestraße. Gleich mehrere von ihnen hakten bei der Bürgerversammlung nach, wie es denn mit der Sanierung des maroden Verkehrswegs aussieht. Einen konkreten Starttermin konnte Zangenfeind auch hier nicht nennen. Aktuell untersuche ein Planungsbüro, wie Asphaltdecke und Kanal erneuert und zugleich Engstellen entschärft werden können. Mit einem Ergebnis rechnet der Bürgermeister in den kommenden Monaten. Die Frage nach einer Kostenbeteiligung beantwortete er hingegen schon jetzt mit einem klaren „Ja“. Im Rahmen der Ausbaubeitragssatzung sei die Gemeinde dazu verpflichtet.

Noch zu klären ist, wie die Straßensanierung mit dem geplanten Neubaugebiet in Abwinkl abgestimmt werden kann. Beide Baumaßnahmen würden laut Zangenfeind „massive Beeinträchtigungen“ nach sich ziehen. Anders als bei der Infoveranstaltung im Gewerkschaftshaus meldeten sich die Kritiker des Vorhabens in Abwinkl bei der Bürgerversammlung nicht zu Wort. Zangenfeind berichtete aber von intensiven Gesprächen mit der Interessengemeinschaft und stellte nochmals klar, dass er keine Kluft in seiner Gemeinde haben wolle.

Eine vergleichsweise kleine Baustelle dürfte der Bolzplatz am Nagelbach werden. Zusammen mit einem Spielplatz, den die Wohnen, Bauen, Grund (WBG) errichten wird, soll sich die Lebensqualität für Kinder und Jugendliche in der Siedlung deutlich verbessern. Doch auch beim Fußballplatz holt die Gemeinde ihr Dauerbrennerthema wieder ein, wie Zangenfeind schmunzelnd bemerkte: „Wir müssen da den Nagelbach überbrücken.“

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