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Freut sich auf die Kunden: Haushams Bürgermeister Jens Zangenfeind.

Jens Zangenfeind erklärt die Aktion im Interview

Darum sitzt am Samstag der Bürgermeister an der Rewe-Kasse

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Ausgerechnet am Samstagnachmittag hat Jens Zangenfeind seinen ersten „Arbeitstag“ im Haushamer Rewe-Markt. Wie er zu seinem Nebenjob gekommen ist, erklärt der Bürgermeister im Interview.

Hausham – Ausgerechnet am Samstagnachmittag hat Jens Zangenfeind seinen ersten „Arbeitstag“ im Haushamer Rewe-Markt. Pünktlich zum Wochenendeinkauf tauscht der Haushamer Bürgermeister seinen Schreibtisch gegen eine Supermarktkasse ein. Von 13 bis 14 Uhr wird er dort Obst, Gemüse und Joghurts über den Scanner ziehen und den Kunden das Wechselgeld abzählen. Was sich anhört wie ein Aprilscherz, ist tatsächlich eine Aktion zum zweiten Geburtstag des Haushamer Markts. Wir haben Zangenfeind gefragt, wie er zu dieser Ehre gekommen ist und wie er sich auf die stressige Stunde an der Kasse vorbereitet.

Herr Zangenfeind, erst mal herzlichen Glückwunsch zu Ihrem neuen Nebenjob! Wie sind Sie denn dafür ausgewählt worden?

Zangenfeind: (lacht) Das war eigentlich recht spontan. Unsere Dritte Bürgermeisterin Ria Röpfl hat mich mal bei einem Termin vertreten und ist dabei mit den Betreibern unseres Rewe-Markts an der Industriestraße ins Gespräch gekommen. Die haben ihr da von der anstehenden Geburtstagsfeier erzählt und gefragt, ob ich mich denn nicht mal für eine Stunde an die Kasse setzen könnte. Und weil Frau Röpfl weiß, dass ich immer für neue Erfahrungen offen bin, hat sie einfach mal zugesagt.

Haben Sie’s bereut?

Zangenfeind: Ganz und gar nicht. Der Haushamer Rewe-Markt engagiert sich sehr für unsere Ortsgemeinschaft, da bin ich gerne zu so einer netten Geste bereit. Die Wursttheke hätte mich zwar auch gereizt, weil ich gerne Leberkäsesemmeln esse. Aber an der Kasse komme ich sicher auch zurecht – hoffe ich zumindest.

Bringen Sie denn Erfahrungen mit?

Zangenfeind: Eigentlich nicht. Als Student habe ich an der Autobahntankstelle in Holzkirchen gejobbt, allerdings nur als Tankwart und nicht an der Kasse. Im Rewe bin ich zum Glück nicht allein, sondern habe jemand, der auf mich aufpasst.

Die Kunden brauchen also keine Angst haben, dass sie um ihr Wechselgeld gebracht werden?

Zangenfeind: (lacht) Daran sollte es nicht scheitern. Es könnte allerdings sein, dass es bei mir etwas länger dauert. Ich kenne ja doch ein paar Leute, und wenn man da ins Gespräch kommt, kann sich schnell eine Schlange bilden. Wir bemühen uns aber, dass es den Kunden nicht langweilig wird. Und wer es doch eilig hat, der kann ja auf eine der anderen Kassen ausweichen. Die sind mit Profis besetzt.

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