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Treffen beim Kampf um die „Glodenen Alpenkrone“ aufeinander: Haushamer Musiker Thomas Platzner und Stefan Mross.

Dorf-Oxn wollen die Goldene Alpenkrone

Haushamer kämpft mit Band Dorf Oxn bei Stefan Mross um den Titel

30 Musiker kämpfen unter Moderator Stefan Mross am Samstag, 18. November, erstmals um die „Goldene Alpenkrone“ der Volksmusik. Darunter: der Haushamer Thomas Patzner (51) alias Tomay. Ein Interview.

Hausham/Ainring Der Vollblutmusiker, den man auch von der Spezlwirtschaft her kennt, stellt sich dann als Frontmann der Formation Dorf-Oxn der Fachjury (Preis für die beste Komposition) und dem Urteil des Publikums, das seinen Favoriten wählt. Warum Patzner den Titel „Alpenkönig“ verdient, lesen Sie im Interview.

Herr Platzer, was darf man sich denn unter der Goldenen Alpenkrone vorstellen?

Platzer: Die Goldene Alpenkrone ist das Pendant zum internationalen Schlagerwettbewerb Stauferkrone. Die Alpenkrone ist ein Volksmusikwettbewerb, hinter dem echte Kompetenzen stecken. Die Fachjury setzt sich zusammen aus der Textdichterin Renate Stautner aus Brannenburg, dem Musikverleger Thomas Ritter aus Hamburg, der Fernsehmoderatorin Lydia Huber aus Rosenheim, dem Komponisten Peter Seiler aus Mannheim sowie dem Volksmusiker Hansi Berger aus Ainring. Und mit Stefan Mross ist auch die Moderation hochkarätig besetzt. Ich finde es richt gut, dass so ein Volksmusikwettbewerb jetzt auch bei uns stattfindet.

Es kommen neben Teilnehmern aus Österreich und der Schweiz auch welche aus Baden-Würtemberg, Hessen und Nordrhein-Westfalen.

Platzer: Ja, denn Gute-Laune-Musik ist auch Volksmusik. Die muss nicht zwangsweise aus dem Alpenraum kommen. Sie sollte bloß deutschsprachig sein, dann gehört sie auch zur Musik des Volkes.

Wie sind Sie als Haushamer denn nun zur Alpenkrone gekommen?

Platzer: Wie die Jungfrau zum Kind. Ich bin Gründungsmitglied bei den Dorf-Oxn, die in verschiedenen Besetzungen unterwegs sind und mit denen ich neben meinen vielen Auftritten mit der Spezlwirtschaft und solo als Tomay rund 70-mal pro Jahr auf der Bühne stehe. Der Dorf-Oxn-Chef, Reinold Warmer aus Bad Aibling, bekam das Angebot, sich mit einem Titel einzubringen, der aufzunehmen und zu präsentieren ist. Und er war der Meinung, dass ich genau der Richtige bin, um den Titel „Rock im Bluat“ zu singen.

Konkret: weil?

Platzer: Es ist wohl der Dialekt in Verbindung mit meiner rockigen Röhre.

Wurde „Rock im Bluat“ schon eingespielt?

Platzer: Ja, der Titel ist fertig. Er wurde in der Steiermark und in Stuttgart produziert. Nächste Woche erarbeiten wir dann zusammen mit den Licht- und Tontechnikern die Show. Die soll das Ganze dann noch richtig pushen.

Und: nervös?

Platzer: Jein. Ich bin ganz gut im Training, da ich fast täglich auf der Bühne stehe.

Rechnen Sie sich Chancen auf die Alpenkrone aus?

Platzer: Grundsätzlich sind wir natürlich dankbar, dabei sein zu dürfen, und klar macht es Spaß, wenn unser Titel beim Publikum Erfolg hat. Aber ob wir ganz vorne oder auf einem der hinteren Plätze landen, entscheidet die Jury.

Was erwartet einen denn mit der Nummer?

Platzer: „Rock im Bluat“ ist ein sehr röhriger Titel mit mächtigen Gitarren-, Bass- und Schlagzeugeinsätzen. Textlich geht es um die Einstellung zum Leben und den Werdegang dazu.

Hört sich bei Ihnen fast ein bisschen autobiografisch an.

Platzer: Ich habe schon echte bodenständige Volksmusik gemacht, Oberkrainer Musik, Schlager, Partyrock und bin auf Oktoberfesten weltweit unterwegs – letzten Monat waren wir nach dem Oktoberfest in München zum Beispiel auf dem in Manila. Zwischen 1993 und 2000, als ich viel mit den Irschenbergern unterwegs war, habe ich mir bei vielen Fernsehauftritten eine gute Basis geschaffen. Heute spiele ich einige Instrumente bühnenreif. Gitarre, Bass und Trompete stehen aber neben meiner Stimme im Vordergrund. Ich denke, damit kann ich meinen Beitrag leisten, dass „Rock im Bluat“ ehrlich ist und die Musik authentisch – musikhandwerkliche Volksmusik eben.

Interview: Alexandra Korimorth

Weitere Infos

zum Wettbewerb und der Veranstaltung sind auf www.goldene-alpenkrone.de zu finden. Tickets (jeweils 400 Sitzplätze) für den Wettbewerb am Samstag, 18. November, gibt es für 22 Euro, für den Showabend mit Stefan Mross am Freitag, 17. November, für 28 Euro an der Rezeption des Hotels Rupertihof in Ainring unter z 0 86 54 / 4 88 20 oder per E-Mail an info@maitis-media.de. Beginn ist jeweils um 20 Uhr (Einlass 19.30 Uhr).

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