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Besonderer Moment: Haushams Bürgermeister Jens Zangenfeind (r.) übergibt Sepp Danninger die Ehrennadel mit Urkunde der Gemeinde Hausham.

„Ein Urgestein im positivsten Sinne“

Ehrennadel der Gemeinde Hausham geht an Sepp Danninger

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Sepp Danninger hat viel für das Gemeindeleben in Hausham getan. Deshalb hat ihm Bürgermeister Jens Zangenfeind nun die Ehrennadel überreicht. Der 86-Jährige freute sich sehr.

Hausham – Gerne hätte sich Sepp Danninger seine Ehrennadel im Sitzungssaal des Haushamer Rathauses abgeholt. Auch die Gemeinderäte, die sich einstimmig für die Auszeichnung des 86-Jährigen ausgesprochen hatten, hätten sich über seinen Besuch gefreut. Doch das Treppenhaus war zu steil für Danninger, der sich mit Gehen schwer tut. Also besuchte ihn Bürgermeister Jens Zangenfeind einfach zuhause.

Den Geehrten lobt er in den höchsten Tönen. „Sepp Danninger ist ein echtes Haushamer Urgestein im positivsten Sinne“, sagt Zangenfeind. Er sei ein Mensch, der es mit allem gut meine, vor allem mit der Gemeinde Hausham. In seinen vielen Gesprächen mit Danninger ist es Zangenfeind aufgefallen, dass dieser „sehr positiv an alle Dinge herangeht“.

Obwohl ihm die Spätfolgen wie Staublunge und Knieprobleme aus seinen 15 Jahren als Hauer im Haushamer Bergwerk heute schwer zu schaffen machen, beklagte sich Danninger nie. Stattdessen engagierte er sich lange im Bergbaumuseumsverein und hebt noch heute stolz hervor, dass er sich unter Tage zum Technischen Zeichner ausbilden ließ. Der Grundstein für seine Karriere als Hochbautechniker bei den Stadtwerken München, wo er bis zu seinem Ruhestand arbeitete.

Seiner Heimat Hausham blieb Danninger auch nach der Schließung des Bergwerks verbunden. Von 1966 bis 1972 saß er für die SPD im Gemeinderat. Schon unter Tage hatte er sich als Betriebsrat für die Arbeiterrechte stark gemacht. „Sepp Danninger war und ist politisch sehr interessiert“, sagt Zangenfeind. Wie kaum ein Zweiter könne er über die Gemeinderatsarbeit unter Bürgermeister Anton Weilmaier berichten.

Doch nicht nur den Haushamern ist Danninger gut bekannt. Als Kunstmaler genieße er auch weit über die Gemeindegrenzen hinaus einen hervorragenden Ruf, lobt Zangenfeind. Ob Landschaften, Ortsansichten oder Blumen: „Ich habe eigentlich alles gemalt“, erzählt Danninger. Auch heute greift er noch zum Pinsel. „So bleibe ich aktiv.“

Ein bleibendes Werk hat der 86-Jährige der Kulturszene Haushams mit dem Kunstkreis hinterlassen. „Mit erheblicher Unterstützung“ Danningers sei dieser 2007 auf Anregung des damaligen Bürgermeisters Arnfried Färber und der Kulturreferentin Ilse Wagner gegründet worden, erzählt Zangenfeind. Nicht zuletzt deshalb hat der Rathaus-Chef keinen Zweifel, dass der 86-Jährige ein würdiger Träger der Ehrennadel ist. „Persönlichkeiten wie ihm haben wir es zu verdanken, dass es uns heute gut geht in Hausham.“

Danninger freut sich sehr über diese Worte und die Auszeichnung – und bedankt sich zugleich bei seiner Frau Eleonore. Ohne ihre Unterstützung hätte er sich nicht in diesem Maße engagieren können, betont er. „So was“, sagt Danninger, „ist immer eine Familienangelegenheit.“

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