Christbaum am Kreisel an der Oberen Tiefenbachstraße in Agatharied
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Auch nach Weihnachten noch ein schöner Anblick: der Christbaum am Kreisel an der Oberen Tiefenbachstraße in Agatharied.

Sechs-Meter-Tanne hat sich gut gemacht

„Fast hätte er Wurzeln geschlagen“: Bürgermeister zufrieden mit Christbaum am Kreisel in Agatharied

  • Sebastian Grauvogl
    vonSebastian Grauvogl
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Fast bis eine Woche nach Heilig-Drei-König stand der Christbaum am Kreisel in Agatharied. Der Bürgermeister erklärt, warum die Tanne so lange durchgehalten hat.

Hausham – Aus vielen Wohnzimmern waren die Christbäume schon verschwunden, am Kreisverkehr an der Oberen Tiefenbachstraße in Agatharied kamen Weihnachtsnostalgiker aber bis Anfang dieser Woche noch voll auf ihre Kosten. Die stolze Tanne, die der Bauhof dort aufgestellt hatte, verbreitete auch nach Heilig-Drei-König noch weihnachtliche Stimmung. Und das, obwohl der Adventsschmuck aus der Gemeinde bereits abgebaut war. Ob der Baum nur vergessen wurde oder ganz bewusst länger den Eingang zum Gewerbegebiet geziert hat, haben wir Bürgermeister Jens Zangenfeind gefragt.

Herr Zangenfeind, warum hat Weihnachten in Agatharied länger gedauert als im Rest der Gemeinde Hausham?

Jens Zangenfeind: (lacht) Wir sind da recht flexibel und haben es wie manche Privatleute gemacht: So lange der Baum noch nicht nadelt, darf er bleiben. Da haben wir für den Kreisel an der Oberen Tiefenbachstraße offenbar ein ganz besonders lebensfrohes Exemplar aus dem Gemeindewald am Huberspitz geholt. Vielleicht lag’s ja auch an Wind und Wetter, die ihm gut getan haben. Und so haben wir gleich getestet, ob die für den Christbaum konstruierte Verankerung stabil genug ist. Obendrein war die Tanne auch nach Weihnachten eine schöne Winterdekoration. Und streng genommen haben wir uns noch locker im kirchlichen Rahmen bewegt. Da heißt es ja, dass die Weihnachtszeit erst an Mariä Lichtmess am 2. Februar endet.

Jens Zangenfeind, Bürgermeister von Hausham.

Stichwort Deko: Gibt es schon Pläne, was nach dem Winter auf der Insel pflanzlich passieren soll?

Jens Zangenfeind: Da kümmert sich in den ersten beiden Jahren das Straßenbauamt drum. Laut den mit beauftragten Gartenbaufirmen muss das alles erst langsam aufwachsen. Nur dann ist die Bepflanzung nachhaltig und verwurzelt gut. Eigentlich wie unser Christbaum. Der hätte auch bald Wurzeln im Kreisel geschlagen.

Wie halten Sie es denn im Hause Zangenfeind? Steht da der Christbaum noch?

Jens Zangenfeind: Nein. Der musste schon an Heiligdreikönig aus dem Wohnzimmer. Sonst wäre der Staubsauger an den Nadeln erstickt. Abgeholt wird er Mitte Januar von der Feuerwehr. Die verkauft wie jedes Jahr Wertmarken zum Preis von 2,50 Euro pro Baum.

Die Tanne vom Kreisel wurde bereits am Dienstag abgeholt. Haben Sie dafür auch eine Marke bei der Feuerwehr gekauft?

Jens Zangenfeind: Die Feuerwehr hätte den Baum sicher gerne entsorgt. Zur Not hätten sie die Kameraden aus Miesbach mit der Drehleiter um Hilfe gebeten. Unser Bauhof wollte sich diese ehrenvolle Aufgabe aber nicht nehmen lassen.

sg

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