„Alkohol hat mit Sport nichts zu tun“

FC Hausham darf Werbetafel aufstellen - mit Auflagen

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Werbetafeln an Sportplätzen sind gefragt. Eine solche will der FC Hausham 07 am Fußballplatz an der Agip-Tankstelle am Ortsausgang Richtung Schliersee aufstellen. Zuvor war der Bauausschuss am Zug.

Hausham – Für die Firmen sind sie ein interessantes Marketinginstrument, für die Vereine eine lukrative Einnahmequelle: Werbetafeln an Sportplätzen sind gefragt. Eine solche will der FC Hausham 07 am Fußballplatz an der Agip-Tankstelle am Ortsausgang Richtung Schliersee aufstellen. Weil die Sportanlage in Gemeindebesitz ist, musste sich nun der Haushamer Bauausschuss mit der Anfrage beschäftigen.

Laut Bauamtsleiterin Petra Sperl will der Verein die zweieinhalb Meter breite und zwei Meter hohe Tafel direkt an der Rückwand seiner bestehenden Verkaufshütte anschrauben. In die hölzerne Rahmenkonstruktion mit einem kleinen Dach können auf jeder Seite sieben Werbeschilder mit einer Größe von 90 auf 25 Zentimeter eingeschoben werden. Werbeanlagen auf Sportanlagen seien verfahrens- und genehmigungsfrei, erklärte Sperl. Allerdings nur, solange sie nicht „in den öffentlichen Verkehrsraum hinaus wirken“. Da die Werbetafel des FC Hausham an der Rückwand der Hütte lediglich vom Parkplatz der abgeschlossenen Sportanlage zu sehen sei, sei diese Voraussetzung aber erfüllt. Dennoch müsse die Gemeinde als Eigentümerin der Fläche ihre Erlaubnis erteilen.

Bürgermeister Jens Zangenfeind (FWG) hatte mit dem Vorhaben grundsätzlich kein Problem. „Es ist legitim, dass Sportvereine von Firmen unterstützt werden“, sagte er. Es müsse aber sichergestellt sein, dass die Tafel von der angrenzenden Bundesstraße nicht zu sehen sei. „Sonst gelten da ganz andere Vorschriften“, erklärte Zangenfeind. Er schlug vor, diese Einschränkung mit in den Beschluss aufzunehmen. Zudem sprach sich der Bürgermeister dafür aus, den vom FC formulierten Ausschluss von Tabakwerbung auf Alkohol zu erweitern. „Da trainieren auch viele Jugendmannschaften“, sagte er. Marlies Fellermeier-Liebl (FWG) sah das genauso. „Alkohol hat mit Sport nichts zu tun“, sagte sie.

Einstimmig segnete der Bauausschuss letztlich die Erlaubnis für die Installation der Werbetafel ab.

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