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Markenzeichen und (vielleicht) bald ein Museum? der Haushamer Förderturm überragt die Gemeinde.

Auch Firmen haben Interesse

Förderturm: Nicht nur das Bergbaumuseum könnte hier unterkommen

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Nur noch bis zum Frühjahr 2021 kann das Haushamer Bergbaumuseum im alten Rathaus bleiben. Dann wird das Gebäude abgerissen und weicht 60 Wohnungen. So geht es dann weiter.

Hausham – Plan B und C liegen in der Schublade, versicherte Haushams Bürgermeister Jens Zangenfeind (FWG) den anwesenden Vertretern des Interessenkreises Bergbaumuseum im Gemeinderat. „Wir hoffen aber, dass sie da bleiben können.“ Oberste Priorität habe nach wie vor der Umzug der Ausstellung in das unmittelbare Umfeld des Förderturms. Mehr könne man aber erst im Frühjahr sagen, wenn die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie für die Sanierung des Industriedenkmals vorliegen. Um die Existenz des Museums fürchten müsse aber niemand, versicherte Zangenfeind einmal mehr. Der Käufer des alten Rathausgrundstücks habe zugesagt, die Räume im Untergeschoss könnten bis zum Abriss im Frühjahr 2021 genutzt werden. „Sie können also erst mal durchschnaufen.“

Wie berichtet, sollen auf der Fläche an der B 307 60 Wohnungen gebaut werden, 20 davon sollen an „Normalverdiener“ vermietet werden. Um bei Details wie Tiefgarage oder Gestaltung der Baukörper mitreden zu können, schlug Zangenfeind dem Gemeinderat die Aufstellung eines Bebauungsplans vor. „Wir wollen das gemeinsam mit dem Bauwerber entwickeln“, betonte Zangenfeind. Ziel müsse es sein, nach dem unvermeidlichen Abbruch des alten Rathauses eine „würdige Nachfolgenutzung“ zu finden. Die Gemeinderäte folgten der Empfehlung der Verwaltung und fällten den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan einstimmig.

Kein nahtloser Umzug geplant

Was das Bergbaumuseum anbelangt, machte Zangenfeind klar, dass es wohl keinen nahtlosen Umzug vom alten Rathaus in die neuen Räume beim Förderturm – so die denn überhaupt realisierbar sind – geben wird. Als Übergangsquartier könnte sich der Rathauschef eine Wanderausstellung im neuen Rathaus oder im Kunsthaus an der Tegernseer Straße vorstellen. Erst müsse man aber wissen, wohin die Reise langfristig geht.

Eins steht für Zangenfeind aber fest: Museum und Förderturm sind untrennbar miteinander verbunden. Auf Nachfrage verrät er, dass im Rahmen der Machbarkeitsstudie zwei Gebäude näher geprüft werden: die ehemalige Maschinenhalle und die sogenannte Lampenkammer. Beide seien aktuell in privater Hand, räumt der Bürgermeister ein. Gespräche würden aber bereits im Rahmen der Studie laufen. „Letztlich“, so Zangenfeind, „ist das Verhandlungssache.“

Aus Sicht der Gemeinde gebe es dafür zwei entscheidende Kriterien: Der neue Museumsstandort müsse schön sein, aber auch auf lange Sicht wirtschaftlich zu betreiben. Deshalb denke man das Projekt auch in einem größeren Zusammenhang und beziehe auch eine Mischnutzung mit Gastronomie und Gewerbe ein. Interessierte Firmen gebe es bereits. Namen will Zangenfeind noch nicht nennen, aber: „Sie könnten sich eine Verbindung der Bergwerksgeschichte mit ihrer Marke gut vorstellen.

sg

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