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Eine Mutter hatte sich und ihre fünfjährige Tochter nackt von ihrem Lebenspartner fotografieren lassen. Vor Gericht bricht sie in Tränen aus. (Symbolbild)

Frau zeigt Reue

Völlig entblößt auf dem Bett: Mutter macht Fotos mit Tochter (5) - weil der Partner es so wollte

Wegen sexuellen Missbrauchs stand nun eine Haushamerin (45) vor Gericht. Sie hatte sich und ihre fünfjährige Tochter nackt von ihrem Lebenspartner fotografieren lassen.

  • Eine Mutter aus Hausham stand wegen sexuellen Missbrauchs vor Gericht.
  • Sie hatte sich für ihren Partner mit ihrer fünfjährigen Tochter nackt fotografieren lassen.
  • Vor Gericht zeigt sich die Mutter voller Reue.

Hausham/Miesbach – Sie war selbst ein Opfer, weil sie nicht früh genug Nein sagen konnte, und wurde dann zur Täterin. Wegen sexuellen Missbrauchs stand nun eine 45-jährige Haushamerin in Miesbach vor dem Amtsgericht. Sie hatte sich und ihre fünfjährige Tochter nackt von ihrem Lebenspartner fotografieren lassen. Der Vorfall war wohl eine einmalige Angelegenheit – und das kam der reuigen Angeklagten zugute. Mit Einverständnis der Staatsanwaltschaft stellte Richter Walter Leitner das Verfahren gegen Auflagen ein. Die Frau muss ein Sparkonto für ihre Tochter anlegen und einen Elternkurs besuchen.

Hausham (Bayern): Mutter wegen sexuellen Missbrauchs an Tochter vor Gericht

Bei der Verhandlung erklärte der Anwalt der Haushamerin, Philip Müller, gleich zu Beginn, dass seine Mandantin den ihr vorgeworfenen Tatbestand einräume. Demnach hatte sie sich im September 2017 auf Wunsch ihres damaligen Partners mit ihrer fünf Jahre alten Tochter nackt auf ihr Bett gelegt und sich fotografieren lassen. Der Partner sei die treibende Kraft gewesen, erklärte die Frau auf Nachfrage des Richters. Sie könne sich bis heute nicht erklären, warum sie darauf eingegangen sei. „Mir war nicht bewusst, was ich meiner Tochter damit angetan habe.“

Tochter nackt fotografiert: Mann mit Serie an seltsamen Verhaltensweisen

Das Mädchen hat den Vorfall offenbar gut verkraftet. Man habe nichts gemerkt, versicherte die Mutter glaubwürdig. Sie schilderte nach Aufforderung durch ihren Anwalt, dass der Partner, von dem sie sich bald trennte, mehrfach seltsame Dinge verlangt habe. So wollte er mit ihr und der Tochter kuscheln, beim Sex sollte sie sich wie ein Schulmädchen verkleiden, er wollte sie dabei mit dem Namen des Kindes ansprechen und verlangte, dass sie ihn mit dem Namen ihres Ex-Mannes anspreche. Bei all dem habe sie Nein gesagt, erklärte die Haushamerin. Pädophile Neigungen, etwa dass er entsprechende Fotos gehabt hätte, habe sie sonst nicht bemerkt, erklärte sie auf Nachfrage Leitners.

Mutter wegen sexuellen Missbrauchs angeklagt: Angeklagte unter Tränen vor Gericht

Die Bilder von ihr und der Tochter habe sie unmittelbar, nachdem sie gemacht wurden, angesehen und sich dabei nicht gut gefühlt. Der Partner habe versprochen, sie zu löschen. Sie schäme sich heute, sagte sie unter Tränen.

Richter Leitner erkannte die Reue an und regte „in Anbetracht der Besonderheit dieses Falles“ die Einstellung des Verfahrens an. Die Staatsanwaltschaft erklärte sich einverstanden. Es gehe hier auch nicht um Geld, erklärte Leitner, sondern um eine Mutter-Tochter-Beziehung. Dennoch soll die Haushamerin für ihre Tochter ein Sparbuch anlegen und darauf innerhalb von sechs Monaten 2000 Euro einzahlen. Weil sie bereits etwas Erspartes hat, sei das möglich, versicherte sie. Außerdem muss sie bei der Erziehungsberatungsstelle Miesbach den Kurs „Das Kind im Blick“ besuchen. 

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cmh

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