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Freude am Krankenhaus Agatharied über Millionenerbe

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Von: Stephen Hank

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Legten Hand an den Millionenscheck: (v.l.) Krankenhaus-Vorstand Benjamin Bartholdt, Landrat und Verwaltungsratsvorsitzender Olaf von Löwis, Testamentsvollstrecker Markus Schock, Freundeskreis-Vorsitzender Stavros Kostantinidis und Landtagspräsidentin Ilse Aigner.
Legten Hand an den Millionenscheck: (v.l.) Krankenhaus-Vorstand Benjamin Bartholdt, Landrat und Verwaltungsratsvorsitzender Olaf von Löwis, Testamentsvollstrecker Markus Schock, Freundeskreis-Vorsitzender Stavros Kostantinidis und Landtagspräsidentin Ilse Aigner. © Stefan Schweihofer

Eine Million Euro ‒ über diese gewaltige Spende darf sich das Krankenhaus Agatharied freuen. Das Geld stammt aus dem Erbe einer vermögenden Wiesseerin.

Agatharied ‒ „Als wir von der Spende gehört haben, standen wir in positivem Sinne erst mal unter Schock.“ Das gestand Krankenhaus-Vorstand Benjamin Bartholdt bei der symbolischen Übergabe eines Schecks in siebenstelliger Höhe ans Krankenhaus Agatharied. Die Wiesseerin Dagmar Gaede hat die Klinik in ihrem Testament mit einer Million Euro bedacht. Das beeindruckte auch Stimmkreisabgeordnete und Landtagspräsidentin Ilse Aigner: „Das ist ein großes, ein sehr großes Sahnehäubchen.“

Geld wird in ein sichtbares Projekt fließen

Wie das Sahnehäubchen serviert wird, ist noch offen. Das Krankenhaus sei sich der großen Verantwortung bewusst, die die Spende mit sich bringt, so Bartholdt. Man werde eine breite Diskussion zur Verwendung führen und mit großer Besonnenheit vorgehen. Das Geld werde auf jeden Fall in die Patientenversorgung und Qualitätsverbesserung fließen. „Und es wird ein sichtbares Projekt sein“, versprach Landrat und Verwaltungsratsvorsitzender Olaf von Löwis.

Verwendung schon lange testamentarisch festgelegt

Gaede, die ihr letztes Lebensjahr in der Privatklinik Jägerwinkel in Bad Wiessee verbrachte und im Oktober 2019 nach längerer Krankheit verstarb, hatte die Verwendung schon lange vorher testamentarisch festgelegt, berichtet ihr langjähriger Finanzberater und schließlich Testamentsvollstrecker, Markus Schock aus Rottach-Egern. Ziel Gaedes war es, ihr Vermögen zum Wohle der Bevölkerung des Landkreises einzusetzen.

Bedachte die Klinik: Dagmar Gaede (†).
Bedachte die Klinik: Dagmar Gaede (†). © privat

Freundeskreis-Vorsitzender Kostantinidis hofft auf weitere Spender

Über den Vorsitzenden des Ärztlichen Kreisverbands, Thomas Straßmüller, nahm Schock Kontakt zum Freundeskreis des Krankenhauses auf, über den das Geld wiederum an die Klinik fließt. Freundeskreis-Vorsitzender Stavros Kostantinidis hofft, dass die Spende weitere wohlhabende Bürger aus dem Landkreis und speziell dem Tegernseer Tal animiert, ihrerseits das Krankenhaus Agatharied zu bedenken und ein Netzwerk der Unterstützung zu schaffen. „Es muss“, fügt er lächelnd an, „ja nicht nur posthum sein.“

Lesen Sie auch: So sieht die neue Strategie des Krankenhauses aus.

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