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Mario Davoli (†) lebte als Gastronom seinen Traum.

Haushamer Gastronom Mario Davoli mit 64 Jahren gestorben

Sein Geist lebt im „Da Mario“ weiter

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Er brachte ein Stück Italien nach Hausham und war eine Institution im Ort. Ende Januar ist Mario Davoli (64) gestorben.

Hausham – Sein Traum. Es war sein großer Traum, den Ehefrau Karin mit ihren Töchtern Lena, Vittoria und Maria nun am Leben halten möchte. Nachdem Mario Davoli, der leidenschaftliche Gastronom, der seinen Gästen ein kleines Stück Italien nach Hausham brachte, Ende Januar mit nur 64 Jahren seine Augen nach schwerer Krankheit für immer geschlossen hat, möchte die Familie dessen Lebenswerk weiterführen. „In seinem Sinne“, wie die 56-Jährige sagt.

Es gibt wohl kaum einen Haushamer, der in den vielen Jahren, in denen Mario Davoli untrennbar zum Ort gehörte, nicht auch einmal ins „Bella Italia“ an der Industriestraße oder später ins „Da Mario“ eingekehrt ist und ein Pläuschchen mit dem gebürtigen Kalabresen gehalten hat. Manch einer würde sogar sagen, dass er eine richtige Institution am Ort war.

Geboren wurde Mario 1952 in Sersale, Kalabrien. Um der damaligen wirtschaftlichen Lage Süditaliens zu entfliehen, kam er in den 70er-Jahren nach Deutschland. Dort kämpfte er sich erst als Gastarbeiter durch, bis er schließlich zu seiner großen Passion, der Gastronomie fand. Dieser Weg war nicht immer ganz einfach, doch „Mario hat bis zuletzt nie gejammert und nie aufgegeben“.

Überhaupt sei ihr naturverbundener Mann, mit dem sie seit 1996 verheiratet war und eine Ehe führte, „in der man auch ohne viele Worte genau wusste, was der andere gemeint hat“, ein tolles Vorbild gewesen. Sein Ehrgeiz, sein aufopferungsvolles Engagement, seine Großzügigkeit und seine immer positive Einstellung zum Leben mit all seinen Herausforderungen waren nur wenige seiner Charakterzüge, die ihn ausmachten und die alle in seiner Umgebung ansteckten, ganz besonders seine Töchter, „seine Prinzessinnen“.

Bei seinen Gästen war er zudem als begnadeter Zuhörer bekannt. „Er hat oft gesagt, dass er wie ein Pfarrer ist. Immer ein offenes Ohr für die Gäste, denen er allen gleichermaßen freundlich und hilfsbereit begegnet ist, anderen gegenüber aber verschwiegen wie ein Grab.“ Marios Hilfsbereitschaft, erinnert sich Karin Davoli, „ging sogar so weit, dass er Gäste nach Hause gefahren hat, wenn sie einmal zu tief ins Glas geschaut hatten“. Nur eine der vielen liebenswerten Eigenschaften, die bei den Menschen, denen er begegnete, einen starken Eindruck hinterließen.

Aus diesem Grund haben sich seine Stammgäste unheimlich über die Nachricht gefreut, dass das Restaurant weiterleben wird. Und damit auch der Geist Marios, dessen Tod für viele im Ort ein großer Schock gewesen ist. Dessen Bekanntschaft gemacht zu haben, hat viele aber auch mit großer Dankbarkeit und Freude erfüllt. Weil sie mit Mario, ebenso wie seine Frau und seine Töchter, „eine tolle Zeit haben durften“.

ah

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