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Hausham: Gemeinde übernimmt das Volksfest - Schaustellerfamilie bestückt den Fuhrpark

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Von: Sebastian Grauvogl

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Das Haushamer Volksfest
Traditionelle Gemütlichkeit: Das Haushamer Volksfest wurde bislang vom Gewerbeverein veranstaltet. Diese Rolle übernimmt ab heuer die Gemeinde. © Thomas Plettenberg

Ab einer gewissen Größe sind Veranstaltungen ehrenamtlich kaum mehr zu stemmen. Das musste man auch beim Haushamer Volksfest feststellen. Die Gemeinde übernimmt heuer die Organisation.

Hausham – Jedes Jahr begann es aufs Neue, das Ringen um die besten Fahrgeschäfte fürs Haushamer Volksfest. Anstrengende und teils auch abenteuerliche Verhandlungen habe der Gewerbeverein Hausham hier oft führen müssen, erinnert sich Bürgermeister Jens Zangenfeind. Der Rathauschef weiß, wovon er spricht, war er doch vor seiner Zeit als Gemeindeoberhaupt selbst Vorsitzender des Gewerbevereins – und damit auch Ausrichter des Volksfests.

Zuletzt hatte diesen Posten nun Dr. Christian Baur inne. Und auch er hatte seine liebe Mühe, wenn er neben den Löchern in den Zähnen seiner Patienten noch die verbliebenen Lücken im Schaustellerbereich auf dem Festplatz füllen musste. Auch deshalb habe man sich nun gemeinsam dazu entschieden, dass der Gewerbeverein die Rolle des Volksfestveranstalters an die Gemeinde übergibt, berichtet Zangenfeind.

Schaustellerfamilie übernimmt Organisation

Offiziell ist der Wechsel bereits vollzogen. Die vielleicht aufwendigste Aufgabe – das Bestücken des Fuhrparks – habe man aber bereits auslagern können. Die Schaustellerfamilie Zinnecker habe sich bereit erklärt, die Organisation in die Hand zu nehmen.

Haushams Bürgermeister Jens Zangenfeind (l.) mit Festwirt Hans Seidl
Gutes Team: Bürgermeister Jens Zangenfeind (l.) mit Festwirt Hans Seidl auf dem Haushamer Volksfest 2022. © Thomas Plettenberg

Für Zangenfeind letztlich eine Optimallösung, würden die Zinneckers doch über ein exzellentes Netzwerk in der Branche verfügen. Auch um Festzelt und Musik braucht sich die Gemeinde dank Glück-Auf-Wirt Hans Seidl keine Sorgen zu machen. Seidl habe bereits zugesichert, als Festwirt weiterzumachen. Nicht nur aus räumlichen Gründen (der von Seidl gepachtete Alpengasthof liegt am Volksfestplatz) die naheliegendste Option, so Zangenfeind.

Aufwand und Risiko für Gemeinde überschaubar

Die übrigen Tätigkeiten wie die Gestaltung von Programm und Werbung wird sich der Bürgermeister mit seinen Mitarbeiterinnen im Vorzimmer aufteilen. „Spaß und Knowhow sind beides vorhanden“, sagt Zangenfeind. Besonders erfreulich sei, dass sich Christian Baur als Wirtschaftsreferent im Gemeinderat weiterhin mit seiner Expertise in Sachen Volksfest zur Verfügung stehe.

Wirtschaftlich gesehen seien Aufwand und Risiko für die Gemeinde als Veranstalter überschaubar, versichert Zangenfeind. Die Kosten für Einladungen wie beispielsweise beim Seniorennachmittag habe man ja auch vorher schon getragen. Folglich müsse man hier auch keinen Haushaltsposten einstellen. Die erforderliche Zeit nehme man sich gern, schließlich sei das Volksfest ein „sehr schönes Thema“.

Zusätzlichen Motivationsschub sei natürlich auch der Verlauf der Veranstaltung im vergangenen Jahr gewesen. „Glückliche Gesichter in allen Altersklassen“ habe er auf dem Festplatz gesehen, berichtet Zangenfeind und fügt launig hinzu: „Wir in Hausham haben Volksfest im Blut.“ sg

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