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Dritte Bürgermeisterin Ria Röpfl (l.) gratuliert Manfred und Gertraude Ebert zur goldenen Hochzeit. Die feierten sie in Wuppertal.

Haushamer 50 Jahre verheiratet

Liebe kennt keine Grenzen: Die Eberts feiern goldene Hochzeit

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Manfred und Gertraude Ebert sind seit 50 Jahren verheiratet. Das Paar lebte schon in den verschiedensten Städten und mehrere Jahre in Afrika. Das ist auch ihr Rezept für die langjährige Liebe.

Hausham – Gertraude Ebert (71) stammt aus Wuppertal, ihr Mann Manfred (74) aus München. Kennengelernt haben sie sich in Berlin, zusammengeschweißt hat sie vor allem die Zeit in Afrika. „Wir haben immer alles gemeinsam gemacht“, sagt Manfred Ebert. Die beiden sind viel herumgekommen. Vor einigen Jahren haben sie sich in Hausham niedergelassen – diesmal für immer. Hier feierten sie dieser Tage auch ihre goldene Hochzeit. Seit 50 Jahren sind die Eberts, die drei Kinder, sieben Enkelkinder und ein Leben voller gemeinsamer Erinnerungen haben, verheiratet.

Niedergelassen heißt derweil nicht, dass die beiden ihre Zeit nur in Hausham verbringen. Ihrer zweiten Heimat Afrika statten die Eberts jeden Winter einen Besuch ab. „Manchmal fehlt uns hier eben das Chaotische“, sagt Manfred Ebert und lacht. Begonnen hat das Abenteuer Afrika in den 1990ern. Manfred Ebert war bei Siemens tätig und wechselte oft den Arbeitsplatz, unter anderem nach Leipzig, Düsseldorf, Südafrika. „Meine Frau war immer dabei.“ Das war der Grundstein der Beziehung: Gertraude Ebert folgte ihrem Mann.

Die Erzieherin war aber keineswegs einfach die Begleiterin – sie ging ihren eigenen Weg. Nach sechs Jahren in Südafrika folgten über zehn Jahre in Nigeria. „Ich habe dort einen internationalen Kindergarten gegründet“, erzählt Gertraude Ebert. Kinder aus aller Welt kamen in ihre Einrichtung. Ihr eigener Sohn – der jüngste ihrer Kinder – war in Afrika mit dabei und machte dort seinen Schulabschluss. Die anderen beiden standen damals schon auf eigenen Beinen.

Während seine Frau sich um Kinder jeglicher Hautfarbe kümmerte, gründete Manfred Ebert mehrere Firmen in ganz Afrika und schuf für die Bevölkerung vor Ort Arbeitsplätze. „Alle paar Jahre lebten wir in einer neuen Umgebung“, sagt er. „Eine Beziehung, die nur oberflächlich ist, würde daran zerbrechen.“

Die Beziehung der Eberts hielt. Dass sie überhaupt zueinandergefunden hatten, war gar nicht so einfach. Per Zufall hatten sie sich in Berlin getroffen. „Es war Liebe auf den ersten Blick“, erinnert sich Gertraude Ebert. Dann verloren sich die beiden aus den Augen. Manfred Ebert begab sich schließlich auf die Suche nach der blonden Erzieherin, die er nicht aus dem Kopf bekam. Er machte ihre Tante ausfindig, und schließlich heiratete er Gertraude in ihrer Heimatstadt.

Die 50 Jahre, die zwischen damals und heute liegen, haben die beiden einander so nahe gebracht wie nur möglich. Manfred Ebert ist überzeugt, dass die vielen gemeinsamen Wohnortwechsel das ermöglicht haben. „Man sollte schon in jungen Jahren seinen Horizont erweitern“, rät er allen. „Denn das stärkt die Persönlichkeit.“ Und strickt wohl ein reißfestes Band der Liebe – zumindest bei den Eberts hat das gut funktioniert.

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