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Unter Beobachtung: Der Vorplatz des Haushamer Bürgersaals wird videoüberwacht.

Senioren haben Angst

Gratis-WLAN am Bürgersaal: Müll-Ärger durch Jugendgruppen

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Der WLAN-Hotspot am Bürgersaal ist zu einem beliebten Jugendtreff in Hausham geworden. Doch manche Besucher benehmen sich auch daneben. Die Gemeinde reagiert.

Hausham – Der Magnet ist unsichtbar, aber offenbar recht stark: Das Gratis-WLAN am Haushamer Bürgersaal zieht viele – vornehmlich junge – Besucher an. Deren Aktivitäten beschränken sich aber oft nicht aufs Surfen, sondern ufern zu längeren Treffen aus – gern auch mit unliebsamen Hinterlassenschaften in Form von Müll. Etwa durch Zigarettenkippen oder Pizzaschachteln.

Peter Wagner (SPD) brachte das Thema nun im Haushamer Gemeinderat auf den Tisch. Und er war nicht der Einzige, der von Problemen rund um den Bürgersaal berichtete. Adi Eckmair (CSU) und Marlies Fellermeier-Liebl (FWG) haben mitbekommen, dass sich einige ältere Leute durch die teils in größerer Zahl auftretenden Jugendlichen – laut Eckmair oft auch mit Migrationshintergrund – eingeschüchtert fühlen. „Wurde denn jemand bedroht?“, hakte Bürgermeister Jens Zangenfeind (FWG) nach. Fellermeier-Liebl schüttelte den Kopf. „Aber sie haben halt Angst“, beschrieb sie die Gefühlslage der Senioren.

Lesen Sie auch: Abschreckung per Kamera: Gemeinde lässt Kindergarten überwachen

Zangenfeind bat, derartige Beobachtungen künftig sofort im Rathaus zu melden. Durch die vor drei Monaten installierte Videokamera habe man die Möglichkeit, potenzielle Übeltäter ausfindig zu machen und gegebenenfalls einen Platzverweis auszusprechen. Das WLAN abzuschalten sei für ihn keine Option, machte der Rathauschef deutlich. „Wegen ein paar weniger Störenfriede ein Verbot auszusprechen und damit pauschal alle jungen Leute zu verscheuchen, wäre schade.“

Dass die damals wegen einen Einbruch im nebenan befindlichen Kindergarten (wir berichteten) installierte Kamera durchaus ihren Nutzen hat, erklärte Kämmerer Martin Reisberger. So habe er eines Tages beim Sichten der Aufzeichnungen einen Jugendlichen gesehen, der vor dem Bürgersaal mit einer „Anscheinswaffe“ hantiert habe. Die Polizei habe die betreffende Person nach der Meldung durch die Gemeinde ermittelt und daraufhin „das volle Programm durchgezogen“ – inklusive Hausdurchsuchung. Für Reisberger ist die Sache klar: „Die Kamera wirkt.“

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