Elferratssitzung der Crachia
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Sparten nicht mit Applaus: Die Zuschauer im voll besetzten Glück Auf-Saal kamen bei der Jubiläums-Elferratssitzung der Crachia voll auf ihre Kosten.
Elferratssitzung der Crachia
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Jede Menge Programm war bei der Elferratssitzung geboten.
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Jede Menge Programm war bei der Elferratssitzung geboten.
Elferratssitzung der Crachia
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Jede Menge Programm war bei der Elferratssitzung geboten.
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Jede Menge Programm war bei der Elferratssitzung geboten.
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Jede Menge Programm war bei der Elferratssitzung geboten.
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Jede Menge Programm war bei der Elferratssitzung geboten.
Elferratssitzung der Crachia
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Jede Menge Programm war bei der Elferratssitzung geboten.

Show mit 200 Mitwirkenden

60 Jahre „narrisch“: Crachia begeistert mit Jubiläums-Elferratssitzung

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60 Jahre Crachia.  Das und den Beginn der fünften Jahreszeit galt es mit der Jubiläums-Elferratssitzung in Hausham zu feiern.

Hausham – Mit Anlauf stürzten sich die Crachianer am zurückliegenden Wochenende in ihre 60. Faschingssaison. Klar, dass die Elferratssitzung zum runden Jubiläum besonders lustig, spannenden, ausgefeilt, tänzerisch anspruchsvoll, verbindlich und mitreißend geraten sollte. Und das tat sie. Rund 200 Mitwirkende lieferten eine ausgefeilte Show, die der „Hochburg des Faschings in ganz Oberbayern“ mehr als würdig war.

Als solche sollte Landrat Wolfgang Rzehak den Haushamer Verein später loben. Doch bevor die Ehrengäste zu Wort kamen, galt es das bestgehütete Geheimnis des Ortes zu offenbaren. Unter Paukenschlägen und Fanfarenklängen war das Präsidium um Präsident Alexander Thamm und Vizepräsidentin Marion Waizmann mit der Showgarde auf die Bühne gekommen. Sie ließen unter Trommelwirbel den Vorhang der Black Box fallen – und es brach nach einer Sekunde ungläubigen Starrens auf das fesche Prinzenpaar Sophie I und Sebastian II. Jubel und ohrenbetäubender Applaus aus. Nicht-Crachianer konnten daraus entnehmen, dass die Haushamer Narren extrem verschwiegen sind und wirklich während der letzten Monate kein Sterbenswörtchen verraten hatten, und dass das königliche Prinzenpaar wohl auch schauspielerisches Talent haben muss.

Sebastian II. begrüßte seine Untertanen mit den Worten: „Mei, bin i froh, dass des jetzt raus ist!“. Er dankte und entschuldigte sich bei seinen Spezln vom Fanfarenzug, dass er in dieser Saison nicht mit ihnen mitblasen kann. Auch Prinzessin Sophie II. bat als erstes um Absolution für die Flunkerei und die Ausreden – besonders gegenüber ihrer völlig perplexen Mama und der Freundinnen, die oben auf der Empore vergeblich auf sie warteten. Bei ihrem Schatz indes bedankte sie sich, dass er ihr das ein oder andere Alibi verschafft habe und sich über Monate alles über Kleidl und Kronen angehört habe.

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Daraufhin präsentierten die Tänzerinnen der Showgarde in ihren rot-weißen Kostümen einen Gardemarsch, der als French Cancan Version über Europahymnen daher kam. Sie räumten die Bühne für Sitzungspräsident, Superman Matthias „Matz“ Müller, der die Produktionsleitung und Regie für den Abend innehatte und die Elferräte sowie Präsident Alexander Thamm auf die Bühne holte.

Thamm erinnerte an die Anfänge der Crachia am 11.11.1960, als 50 Mitwirkende eine kleine Show kreierten: „Wir sind so schnell gewachsen, dass wir als kulturelles Highlight gelten und nicht mehr aus dem Gemeindeleben Haushams wegzudenken sind“, sagte Thamm. Die Teenie-Garde tanzte zur amerikanischen „Battle Hymn Glory, Glory Halleluja“, während das Funkenmariechen Sophie Müller später akrobatisch zu einem Medley aus osteuropäischen Klassikern (Von „Peter und der Wolf“ bis „Schwanensee“) durch die Luft wirbelte.

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Tief beeindruckt lobte Bürgermeister Jens Zangenfeind einerseits Jugendarbeit des Vereins, der sportliche und künstlerische Höchstleistung fördere, andererseits die Elferratssitzung als Veranstaltung auf höchstem Niveau: „Danke, dass es Euch gibt!“, rief Zangenfeind. Landtagspräsidentin Ilse Aigner scherzte in Richtung des hochwohlgeborenen Elferrats und forderte von den 300 Gästen: „Sparen Sie nicht an Applaus. Die Künstler haben es verdient.“ Allen Ehrengästen wurden die Faschingsorden verliehen.

Carolin Schmid hielt als Haushamer Wahrzeichen „Die Förderturm“ eine geharnischte Büttenrede, wobei sie weder den Klimawandel, die Fridays for Future-Bewegung, den CO2-neutralen Flughafen in Berlin, noch die Unzuverlässigkeit der BOB (wunderbar besungen mit dem Daliah Lavi-Lied „Oh wann kommst Du?“), das neue, ver-jalousie-te Haushamer Rathaus, die „Zangenfeind-Kaserne“ in der Ortsmitte oder den neuen Kreisel ausließ.

Gegen Ende der ersten dreistündigen Halbzeit wurde unter Jubel und Applaus und flankiert von den Gardemäusen und ihrer mitreißenden Highschool-Musical-Tanzeinlage das Kinderprinzenpaar Katharina I. und Fabian I. inthronisiert: Die beiden spielten und sangen sich wie Profis in die Herzen der Faschingsfans. Mit Sketchen, Filmeinspielungen und Ehrungen fand der Abend noch lange keine Ende.

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