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Hausham: Hilfeschrei führt zur Festnahme - Kurioser Prozess

Hausham: Kurioser Prozess um Drogenparty - Täter verurteilt

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Bei einer Festnahme an Ostern 2019 in Hausham und dem daraus resultierenden Drogenprozess kam vor dem Landgericht München viel Kurioses zusammen. Jetzt fiel das Urteil.

+++ Update vom 22. Mai +++

Das Landgericht München II hat einen 24-jährigen Münchner wegen Handeltreibens mit Betäubungsmitteln zu einer Gefängnisstrafe von einem Jahr und acht Monaten verurteilt. Außerdem ordnete es die Unterbringung in einer Entziehungsanstalt an. Beide Maßnahmen wurden allerdings zur Bewährung ausgesetzt.

+++ Ursprünglicher Artikel +++

Hausham/München – Angefangen hatte alles mit einer Studenten-Party in München. Das verlängerte Oster-Wochenende hatten vier junge Männer für exzessiven Drogen-Konsum genutzt. Völlig benommen wollten sie ihre Feierrunde von der Landeshauptstadt in den Raum Miesbach verlegen. Dort hatte einer der Männer „sturmfreie Bude“.

Mit einem silbernen Mercedes begab sich das Quartett Richtung Oberland. In Hausham jedoch lief die Spritztour völlig aus dem Ruder. Die Männer hatten sich mit ihrem Fahrzeug hinter einen Geländewagen geklemmt, in dem vier Frauen saßen. Dieses Auto wiederum war der Polizei an der Bundesstraße aufgefallen, und sie waren dem Jeep gefolgt. Als die Männer den Streifenwagen hinter sich bemerkten, gerieten sie in Panik. In ihrem Wagen fanden sich knapp 200 Gramm Marihuana.

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Hausham: Hilfeschrei führt zur Festnahme - Kurioser Prozess

Der Angeklagte (24), der hinten rechts saß, entschied sich, aus dem Auto zu springen und mit den Drogen zu flüchten. Als die Frauen in eine Sackgasse abbogen, um eine der Freundinnen, die hier wohnte, abzusetzen, stoppte auch der „Männer-Mercedes“. Der 24-Jährige huschte aus dem Auto, in der Hoffnung, dass ihn niemand sieht. Doch die Polizisten waren wachsam gewesen. Einer nahm die Verfolgung auf, der andere blieb bei den Autos. Er sprach mit den Frauen und fand recht rasch heraus, dass die beiden Gruppen sich weder kannten noch zusammengehörten.

Da ertönte ein Hilfeschrei. Er kam von der abgesetzten Freundin. Der bei den Autos verbliebene Polizist kam der Frau zu Hilfe. Diesen Moment nutzten die Männer, um wegzufahren. Sie sollten nie wieder gefunden werden. Derweil hatte sich ihr vierter Mann der Drogen entledigt und sich selbst im Dunkeln zufällig auf der Terrasse der Frau versteckt. Sie erschrak und schrie, obwohl ihr der Mann befohlen hatte, den Mund zu halten. Er tue ihr nichts, sondern verstecke sich nur, hatte er damals gesagt. Weil sie sich nicht daran hielt, wechselte der 24-Jährige die Terrasse. Dort wurde er von einem der Beamten gefunden.

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Das Rauschgift erschnüffelte später ein Polizeihund. Der Angeklagte hatte es im weiten Bogen weggeworfen. Bei ihm wurden noch ein Pfefferspray und ein sogenanntes Kellnermesser gefunden – was ihm letztendlich eine Anklage wegen unerlaubten, bewaffneten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln einbrachte. Seine Spezln verriet er nicht, der Mercedes wurde nie zugeordnet. Das Kennzeichen, an das sich die Frauen aus dem Geländewagen in etwa erinnern konnten, passte nur auf einen schwarzen Berliner Mercedes. Der Angeklagte allerdings hatte auch einige Zeit in Berlin gelebt und dort in der Drogenszene seine Spuren hinterlassen. Der Prozess dauert an.

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