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Grau-brauner Kasten mit Flachdach: "Zeitgemäßes Aussehen" nennen das die Planer. So soll auch der neue Alpengroßmarkt aussehen.

Grau-brauner Kasten mit Flachdach - Planer: "Zeitgemäßes aussehen"

Geplant: So sieht der neue Alpengroßmarkt aus

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Hausham – Die Haushamer bekommen ihren Alpengroßmarkt zurück. Ende 2017 kehrt Edeka heim - in einen Kasten-Neubau. Lidl reißt den Alpengroßmarkt ab und baut auch neu. 

Das große Stühlerücken wird sportlich. In nur 17 Monaten soll an der Oberen Tiefenbachstraße in Hausham ein neues Einkaufszentrum entstehen. Wobei neu in diesem Fall nicht ungewohnt heißt. Was die Marken anbelangt, müssen sich die Haushamer nämlich gar nicht umstellen. Es dürften eher alte Erinnerungen wach werden. So können sie künftig nicht nur bei Lidl, sondern auch wieder bei Edeka einkaufen. 

Überblick: Links, auf das ehemalige Alpengroßmarktgelände kommt Lidl, wohl aus Glas und Stahl, rechts über die Straße ein Edeka mit Flachdach.

Während der Lebensmittel-Discounter lediglich die Straßenseite wechselt, kehrt der Vollsortimenter nach dann fast frei Jahren Pause wieder nach Hausham zurück. „Wir haben alle Verhandlungsphasen durchgemacht“, sagte Bürgermeister Jens Zangenfeind (FWG) bei der Vorstellung der Pläne im Gemeinderat. „Jetzt haben wir unser Ziel erreicht.“

Rückblick

Der Alpengroßmarkt war Ende 2014 in Richtung Miesbach abgewandert. Eine Episode des Leerstands begann. Die Gespräche über eine Rückkehr zogen sich hin, immer wieder musste Zangenfeind die Bürger vertrösten. Umso erleichterter wirkte er nun, als er das Wort an Herbert Küblböck übergab. Dessen Unternehmensgruppe hat das Konzept erarbeitet, das der Gemeinderat anschließend einstimmig ins Planverfahren schickte.

Abriss noch vor Winter - dann kommt die neue Lidl-Optik

Noch vor dem Winter soll der alte Alpengroßmarkt abgerissen werden. An dessen Stelle wird Lidl einen neuen Lebensmittelmarkt mit knapp 1500 Quadratmetern Verkaufsfläche errichten. Im Obergeschoss sind großzügige Personalräume samt Dachterrasse vorgesehen. „Lidl hat das Potenzial seiner Mitarbeiter erkannt“, erklärte Küblböck. Die Kunden dürfen sich auf ein Tiefkühlsortiment auf gut 120 Quadratmetern und einen Backshop freuen. Alles in der neuen Lidl-Optik, versprach Küblböck.

Glas- und Metallwände machen Lidl transparent

Anhand von Beispielfotos zeigte er, wie sich der Discounter präsentieren wird. Glas- und Metallwände lassen den Markt von außen offen und transparent erscheinen, drinnen sorgen sichtbare Holzleimbinder an der Decke für eine luftige Atmosphäre. Auch energetisch setzt der Konzern auf moderne Technik. Die Abwärme aus der Kühlung werde den Heizbedarf über eine Fußbodenheiung nahezu komplett decken, erklärte Küblböck.

Edeka soll "zeitgemäßes Aussehen" bekommen

Rückkehrer Edeka will dem in nichts nachstehen. Der ebenfalls 1500 Quadratmeter große Markt mit Frischetheken für Fleisch, Obst und Gemüse sowie einem Café mit Terrasse soll auf dem östlichen Grundstück entstehen. Dank grau-brauner Wandverkleidung, Flachdach und LED-Beleuchtung erhält auch der Vollsortimenter ein zeitgemäßes Aussehen. „Wer wird denn der Betreiber?“, wollte Peter Wagner (SPD) wissen. Das entscheide Edeka, sagte Küblböck. Ein inhabergeführter Markt sei normalerweise aber besser. „Die sind sehr engagiert und bieten oft regionale Produkte an.“

Teilen werden sich die beiden Märkte die Parkplätze. 160 sind für die Kunden, 25 für die Mitarbeiter reserviert. Um die Beeinträchtigungen für die Anwohner möglichst gering zu halten, bekommen beide Gebäude eine eingehauste Anlieferung. Zudem wird die Schallschutzwand im Norden überprüft und bei Bedarf verstärkt. Der Tiefenbach genießt Biotopschutz und bleibt unangetastet.

Baustart schon für Oktober geplant

Kommt bald weg: ehemaliger Alpengroßmarkt in Hausham.

Eine von mehreren Voraussetzungen, um den Bebauungsplan im beschleunigten Verfahren aufzustellen, erklärte Bauamtsleiterin Petra Sperl. Weil die versiegelte Fläche 1000 Quadratmeter kleiner wird als jetzt, falle auch die Umweltverträglichkeitsprüfung weg. Küblböck kann sich damit berechtigte Hoffnungen machen, im Oktober die Baugenehmigung in den Händen zu halten.

Davon hängt auch die Planung für die Fläche südlich der Oberen Tiefenbachstraße ab. Erst wenn Lidl umgezogen ist, können dort die Arbeiten beginnen. Wer den Discounter ablöst, wollte Zangenfeind noch nicht verraten. Es werde sich aber unter anderem um Läden für Markenmode und Schuhe handeln. „Ein sehr gelungenes Konzept, das alle Interessen unter einen Hut bringt“, sagte der Bürgermeister erfreut. Der straffe Zeitplan macht ihm keine Sorgen. „Sowas sind wir ja gewöhnt.“

sg

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