Autor Bernhard Hoffmann
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Ein neues Abenteuer: Autor Bernhard Hoffmann und die Wichtel aus der „Slyrus“-Reihe schicken Severin Hofer als Protagonist im vierten Band in die Brandenberger Alpen und die ganze Region.

Neues Buch von Haushamer Autor

Der Berggeist ruft wieder: Vierter Band der „Slyrus“-Reihe ist erschienen

  • vonHeidi Siefert
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Zwischen Traum und Realität wandeln die Geschichten in den Fantasy-Romanen von Bernhard Hoffmann. Jetzt hat der Haushamer den vierten Band seiner „Slyrus“-Reihe vorgelegt.

Hausham – Vor acht Jahren machte ein Freund Bernhard Hoffmann auf eine Formation aus Felsen und Bäumen in der Hagnbergwand nahe des Spitzingsattels aufmerksam, die an die Silhouette eines Kopfes erinnert. Für den Haushamer Apotheker im Ruhestand wurde dieser „Berggeist vom Schliersee“ zur Initialzündung, Autor zu werden: Es war die Geburtsstunde seiner „Slyrus“-Romane. In der Fantasy-Reihe begibt sich seine Hauptperson Severin Hofer auf die Reise zwischen Traumvisionen und Realität. Gerade erschien mit „Neue Wege“ Band vier der Reihe.

Es ist ein besonderes Buch über sein Alter Ego Hofer, den Hoffmann als „gemütlichen bayerischen Zeitgenossen in den besten Jahren“ beschreibt. Hofer wird diesmal von seinem Freund, dem Wichtelsenator Bertelnuss, in die Brandenberger Alpen geholt, weil sich im Inntal unheimliche, unerklärliche Phänomene zutragen.

Seinen Anfang nahm es, als 2017 seine Frau Elisabeth verstarb, erzählt Hoffmann, dem es ein Anliegen war, Dinge vor dem Vergessen zu bewahren. Zunächst habe er an eine Biografie gedacht. Doch im Schreiben entstand die Geschichte, die sich in die Serie von „Slyrus“-Büchern fügt, von denen zwar jedes Bezug auf das vorher Geschehene habe, dennoch aber gut für sich allein zu lesen sei.

Fast zwei Jahre hat der 73-Jährige an „Neue Wege“ geschrieben. Länger als an jedem anderen Buch zuvor. Er ist nachts aufgestanden, wenn sich im Traum Bausteine der Geschichte aneinanderfügten. Er ist den Erzählsträngen gefolgt, die sich beim Schreiben aufgetan haben. Es ist Hoffmann ein Anliegen zu zeigen, wie man nur mit Freude, Lachen und Humor Lebenskrisen meistern kann und wie wichtig es dafür ist, „im Herzraum verankert zu sein“. Keinesfalls wolle er missionarisch sein. „Vorkenntnisse braucht es keine“, beruhigt der Autor und steckt den groben Rahmen ab: Jedes Mal gebe es eine Aufgabe, eine Herausforderung, die Hofer mit der Hilfe des Berggeistes als seinem Mentor bewältigt. Mit den Umbrüchen der Zeit hat es zu tun und mit eigenen Erlebnissen, die meist 1:1 ins Buch einfließen. Dass Hoffmann dies in Fantasy verpackt, liegt an seiner Begeisterung für Märchen und Mythen und kann bisweilen ganz konkrete Formen annehmen. Nicht nur, wenn es um die Plätze geht, an denen Hoffmanns Geschichten spielen.

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Vieles ist im Landkreis verortet. Etwa die Heimat der Wichtel nahe der Erzherzog-Johann-Klause. Und diesmal die Wallfahrtskapelle Nüchternbrunn am Taubenberg und das Fliegerstüberl in Warngau, wo Hoffmann Stammgast ist und einen Aspekt aufgreift, der in all seinen Büchern einen wichtigen Stellenwert hat: das Essen.

Als Fan des schottischen Krimiautors Martin Walker habe ihn immer begeistert, dass der in seinen Büchern vom Essen schwärmt. So integriert auch der Haushamer in jeden seiner „Slyrus“-Bände Lieblingsgerichte samt entsprechender Kochanleitung. Auch wenn er den Bezug dafür manchmal ein bisschen konstruieren müsse, geht für ihn kein Buch ohne Rezepte. Elf sind es diesmal. Unter anderem für geliebte Nachspeisen aus der Kindheit, die von der Köchin in seinem Rottacher Elternhaus zubereitet wurden. Juanita Donners Beitrag zu der im Vorjahr ausgeschriebenen Miaschburger-Prämierung der „Wirkstatt Anders wachsen“ findet sich im Buch ebenso wie „vier exklusive Rezepte von Starkoch Giuseppe Messina, der bei mir im Haus wohnt“, freut sich Hoffmann.

Ob es mit der „Slyrus“-Reihe weiter geht? Jetzt ist erst einmal Zeit zu verschnaufen. Und die Phase, in der sich der Autor aus Leidenschaft das Neuland Social Media erobert, um seinem „Slyrus“ auch neue Kanäle zu erschließen. „So schnell langweilig wird‘s mir sicher nicht“, sagt Hoffmann und hat doch schon eine kleine Ahnung, wohin es Severin Hofer noch treiben könnte. Es gäbe da einen Saphir und einen möglichen Weg nach Antwerpen, sinniert Hoffmann. Ein Memo für Ideen hat er ohnehin immer im Computer. Und sobald es ihn dränge, seine Meinung zu etwas zu äußern, könne er jederzeit loslegen. Schließlich habe ihm auch dieses Buch „auf jeden Fall Spaß gemacht“.

Das Buch

„Slyrus – Neue Wege“ von Bernhard Hoffmann ist als gebundene Ausgabe für 10,80 Euro erhältlich über Buchhandlungen im Landkreis oder direkt beim Autor unter www.synergicum.de. Es gibt auch eine e-Book-Version.

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