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Große Ehre: Mathias Leidgschwendner mit dem German Design Award.

Mathias Leidgschwendner gibt das Magazin „Fasson“ heraus

Haushamer (28) mit German Design Award ausgezeichnet

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Der German Design Award gilt in der Szene als der „Deutsche Oscar für Designer“. Und der ist nun nach Hausham gegangen - an Mathias Leidgschwendners Magazin „Fasson“. Wie es dazu kam, erklärt er hier.

Hausham – Er gilt als der „Deutsche Oscar für Designer“. Seit 2013 vergibt eine international besetzte Jury den German Design Award, den der 1953 vom Bundestag initiierte Rat für Formgebung ins Leben gerufen hat. Von Autos über Kopfhörer bis hin zu Onlineshops ist in den zehn Kategorien alles vertreten, was mit Gestaltung zu tun hat. 4000 Arbeiten wurden heuer eingereicht, nur die besten zehn jeder Kategorie erhalten einen Preis. Einer davon ging an das Magazin Fasson, das der Haushamer Grafiker Mathias Leidgschwendner entwickelt hat (wir berichteten) und mittlerweile zwei Mal pro Jahr mit einer Auflage von 15 000 Exemplaren herausgibt. Wir haben den 28-Jährigen gefragt, wie er es in die Top-Liga der Designer geschafft hat und was die Auszeichnung für ihn bedeutet.

-Herr Leidgschwendner, was bringt einen jungen Grafiker wie Sie auf die Idee, sich für den renommiertesten deutschen Designpreis zu bewerben?

Leidgschwendner: Das ist eigentlich mehr durch Zufall passiert. Als ich im vergangenen Sommer abends im Studio gearbeitet habe, bin ich im Internet auf den Bewerbungsaufruf gestoßen. Da hab’ ich kurzerhand die Formulare ausgefüllt und zusammen mit allen bisherigen Ausgaben der Fasson in ein Kuvert gepackt. Am nächsten Tag hab ich das Päckchen zur Post gebracht – und dann eigentlich auch nicht mehr groß dran gedacht.

-Bis Sie dann die freudige Nachricht erreicht hat...

Leidgschwendner: Das war wirklich eine große Überraschung. Ich habe wirklich überhaupt nicht damit gerechnet. Als ich die Mail mit der Gewinnbenachrichtigung erhalten habe, war ich gerade unterwegs. Drum habe ich es zuerst gar nicht kapiert, dass ich tatsächlich einen Award in der Kategorie Magazindesign bekommen habe. Erst als ich mir die Nachricht zuhause und später mit meinen Eltern nochmal in Ruhe durchgelesen habe, wurde mir klar, was da gerade passiert ist. Da war die Freude natürlich riesengroß – und die Preisverleihung in Frankfurt war ein tolles Erlebnis.

-Was bedeutet Ihnen der German Design Award denn?

Leidgschwendner: Auf jeden Fall sehr viel. Die Fassonist das erste Projekt, bei dem ich Herausgeber und Grafiker in einer Person bin, Feedback ist mir daher unglaublich wichtig. Freilich gab es auch schon vorher viele positive Rückmeldungen von Lesern, Freunden und aus der Familie, aber diese Auszeichnung ist eine ganz andere Dimension. Ich bin sehr dankbar dafür und fühle mich bestärkt, meinen Weg weiter zu gehen.

-Wo wird Sie der denn noch hinführen?

Leidgschwendner: Das kann ich noch gar nicht so genau sagen. Der Award hat mir auf jeden Fall mehr Selbstvertrauen für meine Arbeit als Grafiker gegeben. Ich blicke positiv in die Zukunft und bin offen für viele Projekte. Gegen einen kleinen Bekanntheitsschub für die Fasson hätte ich natürlich auch nichts einzuwenden.

Das Jury-Urteil im Wortlaut

„Das hochwertig gestaltete und produzierte Magazin erscheint in einem attraktiven Look, der es unter den frei verteilten Magazinen zu etwas Besonderem macht.“

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