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Marcus H. Rosenmüller (M.) mit den SG-Kickern (v.l.) Kushtrim Mustafa, Stefan Millich, Philip Hamm und Tachsin Chraloglu.

Über Fußballlegende Bernd Trautmann

Haushamer in Rosenmüller-Film: So erlebten sie den Dreh

Vier Spieler der SG Hausham standen für den neuen Film vom Haushamer Regisseur Marcus H. Rosenmüller vor der Kamera. Was sie erlebten, werden sie nie vergessen.

Hausham– London im Jahr 1956: Manchester City und Birmingham City stehen sich im Finale des FA Cups gegenüber. Bei Manchester im Kasten wird die die deutsche Legende Bernd Trautmann zum Fußball-Held. Er verhilft seiner Mannschaft zu einem 3:1-Sieg – er bricht sich während des Spiels das Genick und spielt trotzdem weiter. Der Haushamer Regisseur Marcus H. Rosenmüller verfilmt nun seine Geschichte, die im Herbst 2018 in die Kinos kommen soll. Kleine Rollen spielen dabei vier Kicker der SG Hausham.

Eigentlich schnüren Stefan Millich, Kushtrim Mustafa, Tachsin Chraloglu und Philip Hamm ihre Fußballschuhe für die Kreisliga- und A-Klassen-Mannschaften der SG Hausham. Doch Anfang August lief das Quartett statt in rot-weißen, in schwarz-weißen Trikots auf – und zwar für Birmingham City. Bei den Dreharbeiten zum neuesten Streifen von Rosenmüller in Augsburg ging es aber um weit mehr, als nur mit dem Ball umgehen zu können.

Marcus H. Rosenmüller zeigt selbst, wie er die Szenen haben will

Eine Schlüsselszene im Film um den den gebürtigen Bremer, der im Juli 2013 im Alter von 89 Jahren verstarb, ist besagtes Finale am 5. Mai 1956 im Londoner Wembley-Stadion vor rund 100 000 Zuschauern. Gespielt wird Trautmann von David Kross, unter anderem aus Filmen wie „Krabat“ und „Der Vorleser“ bekannt. Trautmann stieß mit einem Spieler von Birmingham zusammen, zog sich dabei einen Genickbruch zu. Hier kommt der Sechser der SG Hausham, Stefan Millich (24), ins Spiel: Er kracht mit Trautmann alias Kross zusammen.

„Ich glaube, alleine für die Szene haben wir mindestens zwei Stunden gedreht“, sagt Millich und lacht. Immer wieder schallte es von der Filmcrew Action und Cut. „Der Rosi ist schon ein sehr geiler Typ“, sagt Millich. Immer wieder schmiss sich der Regisseur auf den Rasen, zeigte, wie er die Szene haben wollte und war Motivator. Millich war fasziniert vom Engagement des 44-Jährigen: „Er macht das mit so einer Hingabe, will alles so detailgetreu wie möglich haben. Das hat mich echt umgehauen.“ Allein mit Rosenmüller zusammenarbeiten zu dürfen, „war für mich schon ein Wahnsinns-Erlebnis und eine sehr geile Erfahrung“, sagt Millich.

Seinem Teamkollegen Kushtrim Mustafa (26) blieb eine Szene besonders im Gedächtnis: Der Kabinentrakt im Augsburger Rosenaustadion. „Das war eine richtig angespannte Stimmung, als wir da auf die Spieler von Manchester City trafen.“ Es sei aufregend gewesen, etwas Neues auszuprobieren. Sobald die Dreh-Szenen war Professionalität gefragt. „Aber meiner Meinung nach haben wir alle eine sehr gute Figur gemacht und es kam so rüber, als wären wir schon lange im Film-Business tätig“, sagt Mustafa mit einem Schmunzeln.

Haushamer erleben Drehtage mit über zehn Stunden

Keine Schwere Aufgabe, die Schauspielerei. Das dachte sich Tachsin Chraloglu (22) zumindest, bevor er selbst live am Set dabei war. „Jetzt, wo ich das Ganze selbst miterlebt habe, weiß ich erst, was es für eine harte Arbeit ist, einen Film zu drehen“, sagt der SG-Stürmer. Verblüffend für die Haushamer waren vor allem die langen Drehtage. Zehn Stunden oder länger standen die Fußballer oft auf dem Rasen. „Wenn man bedenkt, wie kurz die Szenen dann im Film sein werden, ist das schon echt krass“, sagt Millich.

Wie alles auf der Leinwand aussehen wird, kann sich Chraloglu noch nicht vorstellen: „Darauf bin ich echt richtig gespannt.“ Nach vier anstrengenden aber spannenden Drehtagen freuen sich die Haushamer, den Film im Kino zu sehen – auch wenn das noch ein Jahr dauert. Bis dahin bleiben ihnen die Erinnerungen an die Drehtage.

Von Philip Hamm

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