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Ein Blumenstrauß für die Schulamtsdirektorin: Bürgermeister Klaus Thurnhuber (l.) und Anneliese Willfahrt (r.) verabschieden Ursula Weiss-Brummer in den Ruhestand.

Ursula Weiss-Brummer geht in Ruhestand

Haushamer verabschieden Schulamts-Direktorin

Dort aufhören, wo alles begann. Das war der Wunsch von Ursula Weiss-Brummer. Und den bekam sie erfüllt. In Hausham feierte die Schulamtsdirektorin ihren Eintritt in den Ruhestand.

Landkreis Die Einladung der Verabschiedungs-Veranstaltung in der Aula der Grund- und Mittelschule Hausham wurde geziert von Weiss-Brummer, die am Steuer eines Lastkraftwagens sitzt. Auf den Seiten des Schwertransporters stand groß die Aufschrift „Brummi-Fit“. Anneliese Willfahrt, Abteilungsdirektorin der Regierung von Oberbayern, äußerte in ihrer Rede der Meinung, „dass es daran liegen könnte, dass Frau Weiss-Brummer immer noch so fit ist“.

Als echtes Münchner Kindl bezeichnete Willfahrt die in München geborene scheidende Schulamtsdirektorin und nahm die rund 60 Gäste mit auf eine Reise durch die Karriere von Weiss-Brummer. Von 1972 bis 1975 studierte sie Lehramt in München, ehe sie in den Landkreis Weilheim/Schongau ging. Doch dann zog es Weiss-Brummer zurück in ihre Heimat und sie unterrichtete sieben Jahre in Neukeferloh. 1986 wechselte sie in die Schulleitung. Weiter ging es in Neuperlach und Berg am Laim.

Es war das Jahr 2005, in dem Weiss-Brummer ihre erste Stelle im Landkreis Miesbach annahm – als Schulleiterin in Hausham. Zwei Jahre war sie dort an der Grund- und Mittelschule tätig, ehe sie 2007 den Posten der Schulamtsdirektorin übernahm. Laut Rathaus-Chef Jens Zangenfeind habe Weiss-Brummer „die schönste Gemeinde mit der freundlichsten Bevölkerung und dem sympathischsten Bürgermeister“ gewählt. Bei dieser Aussage hatte Zangenfeind ein breites Grinsen in seinem Gesicht – und die Lacher auf seiner Seite.

Am Tag ihrer Entlassung in den Ruhestand wirkte Weiss-Brummer gelöst, wenn auch mit einem weinenden Auge. „Eigentlich war es immer meine Aufgabe, andere Schulleiter in den Ruhestand zu verabschieden“, erklärte sie. „Und heute bin ich selber an diesem Punkt angekommen.“ Es sei immer ihr Traum gewesen, Lehrerin zu werden. Etwas anderes, als an Schulen tätig zu sein, wäre für sie nicht in Frage gekommen. Ganz besonders geliebt hat sie die zwei Jahre in Hausham. „Ich hatte fast schon ein schlechtes Gewissen, als ich von hier weg ging“, sagte sie. Auch das war ein Grund, warum sie ihren Abschied genau in dieser Schule feiern wollte: „Hausham sowie seine Bevölkerung werden mir immer verbunden bleiben.“

Willfahrt ergänzte: „Jetzt können Sie sich persönlichen Interessen wie der Kunst und Literatur und dem Erlernen der italienischen Sprache widmen.“

Philip Hamm

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