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Die Ruhe vor dem Sturm: Am Montagnachmittag war noch alles ruhig am Autoscooter, der den Godzilla ersetzt. Die meisten Gäste kommen erst abends.

Jetzt spricht der Veranstalter

Interview: So läuft das Haushamer Volksfest ohne Godzilla

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Ein völlig neues Konzept, doch die Hauptattraktion sagt kurz vor der Eröffnung ab. Hat das Haushamer Volksfest das verkraftet? Wir haben den Organisator gefragt.

Hausham – Das Haushamer Volksfest stand unter fragwürdigen Vorzeichen. Ein neues Konzept sollte die Wiederbelebung bringen, doch wenige Tage vor der Eröffnung sagte Godzilla ab, das geplante Highlight unter den Fahrgeschäften. Doch diesen Ausfall scheint Hausham gut zu verkraften. Organisator Christian Baur meint, dass das Volksfest dadurch sogar fast noch besser wurde.

Herr Baur, wie verkraftet das Volksfest die Absage von Godzilla?

Erstaunlich gut. Der Ausfall ist natürlich schade. Als Ersatz sprang aber der Autoscooter ein. Der passt sehr gut in unser Programm. Unter den Gästen waren viele Familien, und für die Kinder eignet sich der Scooter besser als der Godzilla mit seinem Überschlag. Auch bei den kleinen Regenpassagen war es gut, ein wetterunabhängiges Fahrgeschäft mit viel Kapazität zu haben. Außerdem kam auch der Freestyle sehr gut bei den Jugendlichen an und konnte den Ausfall auffangen. Weil der sich nicht überschlägt, durften da auch schon die etwas Jüngeren mitfahren, das war gut. Wir haben den Ausfall gut weggesteckt.

Wer soll nächstes Jahr kommen? Autoscooter oder Godzilla?

Beides. Wir wollen uns ja steigern. (lacht) Der Scoooter ist gelebte Tradition und darf nicht fehlen. Aber der Erfolg des Freestyle zeigt, dass auch Fahrgeschäfte für Jugendliche ihren Platz haben. Wenn wir bei der Aufstellung noch ein wenig effizienter sind, passen auch beide hin. Ich denke, das wäre die Ideallösung. Dann ist für jeden etwas dabei.

Christian Baur Vorsitzender des Gewerbevereins Hausham

Wie bewerten Sie die Neuausrichtung des Volksfestes?

Wir sind sehr zufrieden. Festzelt und Platz funktionieren beide. Der Eröffnungstag war schon gut, der Samstag war ausgezeichnet. Es kamen viele Familien, weil die Kinder ausschlafen konnten. Das wollten wir mit unserem Konzept bewusst so erreichen, und das ging auch auf. Die Eltern konnten ins Zelt, die Kinder gingen auf den Platz, und am Ende trafen sich alle zum großen Feuerwerk. Auch das passt gut zum Termin am Samstag. Am Sonntag war Tag der Vereine, auch das hat schön geklappt.

Also soll das neue Konzept beibehalten werden?

Auf jeden Fall. Es war ein Schritt in die richtige Richtung, auf dieser Basis wollen wir aufbauen. Unser Ziel ist, immer etwas Besonderes zu bieten, aber der Schwerpunkt wird auf Familien liegen. Man hat dieses Jahr schon gemerkt, wie viele Haushamer hierher kamen, gerade Familien. So familienfreundlich wollen wir auch langfristig bleiben. Dann kann sich hier etwas entwickeln. Das ganze Wochenende war alles friedlich und lustig, es gab keine Ausschreitungen und keinen Streit. So soll es sein.

Weiteres Programm

Am morgigen Mittwoch öffnet das Gelände ab 14 Uhr. Von 14 bis 19 Uhr spielt die Agatharieder Blasmusik zum Altbürger- und Kindernachmittag. Ab 18.30 Uhr gibt es Stimmung und Tanz mit Die Rottaler. Am Donnerstag, 14. Juni, steigt ein bayerischer Abend ab 19 Uhr mit den Stürzlhamern.

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