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So könnte es aussehen: Die blau umrandete Fläche stellt den Aldi-Markt dar, die zwei Gebäude darunter wären Wohnraum. Zwischen Supermarkt und Nagelbachstraße würden 105 Parkplätze entstehen. 

Neue Einkaufsmöglichkeit

Jetzt steht es fest: Hausham bekommt einen Aldi

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Die Anwohner rund um die Haushamer Auerberg- und Nagelbachsiedlung können sich freuen: Mit dem Bau eines Aldi wird es wieder eine Einkaufsmöglichkeit direkt vor ihrer Haustür geben. 

Hausham – Jetzt konnte es Bürgermeister Jens Zangenfeind (FWG) guten Gewissens verkünden: Hausham bekommt einen Aldi. Die Bewohner der Auerberg- und Nagelbachsiedlung haben dann wieder eine Einkaufsmöglichkeit vor der Haustür. Der Entwurf des Bebauungsplans für dieses Projekt wurde am Montag vom Gemeinderat abgesegnet.

„Vor zwei Jahren haben wir schon mit Aldi gesprochen“, verriet der Rathauschef. Damals hätte der Supermarkt-Riese noch abgewunken. Jetzt will er sich doch in Hausham ansiedeln. Wie berichtet, zog im vergangenen Jahr der Netto-Markt von der Nagelbachstraße einen guten Kilometer weiter in die neu gestaltete Ortsmitte. Viele Absagen später hat die Gemeinde nun doch einen Nachfolger für das Areal, der sogenannten Sprenger-Wiese, gefunden.

Herbert Küblböck, Geschäftsführer der gleichnamigen Firma aus Regensburg, ist, wie schon beim Bau der Lebensmittelmärkte Edeka und Lidl an der Oberen Tiefenbachstraße, mit der Projektplanung vertraut und hat dem Gremium ein paar Ideen präsentiert. Im aktuellen Entwurf des Bebauungsplans des rund 7000 Quadratmeter großen Grundstücks sind nun ein Gebäude mit einer Verkaufsfläche von knapp 1200 Quadratmetern sowie ein begrüntes Flachdach vorgesehen. Die Anlieferzone wäre eingehaust, bei der Gestaltung der Fassadenplatten „sind wir offen“, sagte Küblböck. 105 Parkplätze würden für Kunden zur Verfügung stehen – und könnten in der Not auch ein paar Besucher der Dreifachturnhalle sowie Anton-Weilmaier-Schule auffangen. Auf der südlichen Seite sollen zwei Wohngebäude entstehen.

Auf den Tisch kam aber auch eine Variante, bei der der Discounter weiter in Richtung Parkplatz verschoben werden würde, so allerdings nur noch 80 Stellplätze zur Verfügung stehen würden. Und auch eine „aufgeständerte“ Planung, bei der sich die Parkplätze ebenerdig unter der Verkaufsfläche befinden würden und der Markt über einen Rollsteig erreicht werden würde (ähnlich wie bei Rewe in Gmund), wurde diskutiert. „Für den Ortseingang ist das natürlich schon ein ganz schöner Klotz“, meinte Zangenfeind aufgrund der Höhe von etwa zehn Metern. Ob auch über eine Variante mit Tiefgarage nachgedacht worden sei, wollte Elisabeth Leidgschwendner (CSU) wissen. „Die nehmen Kunden nicht an“, erklärte Küblböck.

Auch wenn das Ziel des Planers und der Gemeinde ist, die Fläche möglichst sparsam zu bebauen, schaffte es schließlich nur der „größere“ Entwurf mit 105 Parkplätzen in die Beschlussvorlage. Warum nicht auch die „aufgeständerte“ Planung zur Auswahl steht, wollte Gottfried Bonleitner (CSU) wissen. Die Antwort hatte Bauamtsleiterin Petra Sperl: „Weil dann das hintere Wohngebäude gestorben ist. Städtebaulich wäre das nicht vertretbar.“ Den vorliegenden Entwurf des Bebauungsplans hat der Gemeinderat dann auch gegen die Stimme Bonleitners abgesegnet.

Nun geht es in das Auslegungsverfahren, damit sich auch die Öffentlichkeit frühzeitig zu dem Vorhaben äußern kann. „Es sollen nicht nur Kritik, sondern auch Anregungen eintreffen“, sagte der Bürgermeister.

In diesem Jahr werden sich die Verantwortlichen wohl noch mit dem Bebauungsplanverfahren beschäftigen. Läuft alles nach Plan, könnte das bestehende Gebäude des alten Netto-Markts Ende 2020 abgerissen werden. Im Herbst 2021 könnte der neue Aldi seine Türen öffnen.

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tas

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