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Ausweichmöglichkeit: Gegenüber der Einmündung der Fehnbachstraße wird die Straße verbreitert, damit die Autos Linksabbieger umfahren können. 

Wegen Brückensanierung

Agatharied droht wieder das Verkehrs-Chaos

Hausham - Der Neubau der Schlierachbrücke in Hausham steht unmittelbar bevor. Am 20. Juni geht’s los. Die Tegernseer Straße wird gesperrt. Ab Montag wird außerdem in Agatharied gebaut – auch, um mögliche Staus wegen des Brückenneubaus zu minimieren.

Mit Staus ist wohl zu rechnen, wenn die Tegernseer Straße, also die Staatsstraße 2076, gesperrt wird. Wie groß das Verkehr-Chaos wird, ist noch unklar. Immerhin: Im Vergleich zu 2012, als die Fehnbachbrücke neu gebaut wurde, haben die Behörden mehr unternommen, um die Probleme zu minieren. Am 20. Juni beginnen die Vorarbeiten für den Brückenneubau, eine Woche später die Hauptarbeiten, wie Petra Sperl, Bauamtsleiterin in Hausham mitteilt. Vorbereitungen starten aber schon diese Woche in Agatharied. Dort liegt nämlich der Flaschenhals: an der Einmündung der Fehnbachstraße in die B 307.

Autofahrer, die in Hausham nicht mehr in Richtung Tegernsee fahren können und dann in Agatharied in Richtung Tal abbiegen, wegen des Verkehrs aber warten müssen, werden voraussichtlich für Staus sorgen. Denn an ihnen ist kaum ein Vorbeikommen. So war das vor vier Jahren. Heuer soll es etwas besser werden. Im Einmündungsbereich wird es zumindest eine kleine Ausweichmöglichkeit geben. Wie Peter Schiffmann, Leiter der Unteren Verkehrsbehörde am Landratsamt, im Haushamer Gemeinderat berichtete, hat der Eigentümer des Grundstücks gegenüber der Einmündung einer zeitlich befristeten Nutzung seines Geländes zugestimmt. Der Gehweg kann auf sein Grundstück verlegt werden. Das schafft mehr Platz für die Fahrbahn. Zumindest an ein bis zwei Linksabbiegern kommt der Verkehr in Richtung Miesbach dann vorbei.

Die Arbeiten an der Stelle haben bereits begonnen und werden nächste Woche weitergeführt. Genutzt wird dafür, dass der aus Richtung Gmund kommende Verkehr wegfällt, erklärt Bauamtsleiterin Sperl, denn zeitgleich – von Montag bis Donnerstag, 13. bis 16. Juni, wird der Bahnübergang in der Fehnbachstraße gesperrt. Die DB Netz AG führt Arbeiten an den Gleisen durch und saniert den Überweg.

Trotz des erhofften geringeren Fahrzeugaufkommens könnte es auf der Ortsdurchfahrt Agatharied zu Verkehrsbehinderungen kommen. „Wenn der Gehweg zur Fahrbahn hin abgesenkt wird, kann eine zeitweise halbseitige Sperrung notwendig werden“, informiert Sperl. Ob das stunden- oder tageweise der Fall sein werde, stehe noch nicht fest.

Aufgebaut wird kommende Woche auch die Ampel an der Fehnbachstraße – eine Vollsignalisierung. Heißt: Auch die Autos, die von der Fehnbach- auf die Bundesstraße wollen, bekommen Rot oder Grün. Bisher galt das nur für den Verkehr auf der Bundesstraße. Die Fußgängerampel etwas weiter südlich der Einmündung wird deaktiviert.

Idealerweise fährt aber nur über die Fehnbachstraße, wer ein Ziel in Hausham westlich der Schlierach ansteuert oder von dort kommt. Der überörtliche Verkehr von und nach Gmund soll großräumig über Miesbach, die B 472 und Kreuzstraße abgewickelt werden. Entsprechende Schilder werden aufgestellt.

Auch die Gemeinde ergreift wegen der veränderten Verkehrssituation während des Brückenbaus Maßnahmen. Die Bergmannstraße wird zur Einbahnstraße in westliche Richtung umfunktioniert, in der Erlmoosstraße wird ein Parkverbot verhängt. „Wir rechnen hier mit mehr Autos, die vom westlichen Teil Haushams kommen und in die Ortsmitte wollen“, erklärt Sperl. „Besser wäre es aber, wenn Ortskundige andere Wege ins Zentrum wählen“, fügt sie hinzu. Und zwar wegen der Schulkinder. Damit sich die Autofahrer zumindest an die vorgegebenen maximalen 30 Stundenkilometer halten und vor der Schule angemessen langsam fahren, hat die Gemeinde zwei Schwellen installiert.

Die Arbeiten zum Brückenneubau samt den Verkehrsumleitungen werden laut Sperl voraussichtlich bis mindestens Ende Oktober dauern.

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