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Prof. Hans Martin Schardey (l.) ist als bisheriger Stellvertreter des ausgeschiedenen Prof. Joachim Martius (r.) übergangsweise Ärztlicher Direktor. Geschäftsführer Michael Kelbel (2.v.l.) soll nun einen Nachfolger suchen. Außerdem im Bild der neue Chefarzt der Abteilung Gynäkologie und Geburtshilfe, Dr. Stefan Rimbach.

Krankenhaus Agatharied

Ärztlicher Direktor kommt künftig von außerhalb

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Landkreis - Das Amt des Ärztlichen Direktors am Krankenhaus Agatharied wird neu strukturiert. Künftig wird es eine „kompetente, aber unabhängige Persönlichkeit in Teilzeit ausüben“, teilte Geschäftsführer Michael Kelbel nach einer Sitzung des Aufsichtsrats mit.

Bislang hatte den Posten der Chefarzt der Abteilung Gynäkologie und Geburtshilfe, Professor Joachim Martius, inne. Er ist bekanntermaßen seit Anfang des Monats in Ruhestand. Mit der Entscheidung trägt der Aufsichtsrat laut Kelbel den steigenden inhaltlichen Anforderungen an das Amt des Ärztlichen Direktors Rechnung.

„Die Aufgaben sind vielschichtig und weitreichend“, sagt der Geschäftsführer. Diese reichen von der Gesamtverantwortung für die ordnungsgemäße klinische Patientenversorgung unter Einhaltung aller einschlägigen gesetzlichen Vorgaben über den Vorsitz vieler fachübergreifender Kommissionen bis hin zu der aktiven Mitwirkung in organisatorischen und strategischen Fragen der Krankenhausentwicklung.

Kelbel lässt keinen Zweifel daran, dass er die Entscheidung begrüßt. „Ein hauptamtlicher Ärztlicher Direktor hat besser die Möglichkeit, diesem breiten Aufgabenspektrum gerecht zu werden als ein Chefarzt, der gleichzeitig seine Abteilung verantwortet und sich dort neben der Patientenversorgung auch organisatorischen Aufgaben dieser Abteilung widmen muss“, erklärt er. Kelbel wurde beauftragt, einen geeigneten Kandidaten zu finden. Bis dahin wird Professor Hans Martin Schardey, Chefarzt der Abteilung für Allgemein- und Visceralchirurgie und bisheriger Stellvertreter des ausgeschiedenen Amtsinhabers, diese Aufgabe übernehmen.

Martius war 16 Jahre lang Ärztlicher Direktor, das Amt zeitlich nie begrenzt. Der Krankenhaus-Ausschuss hatte sich damals zwischen ihm und Professor Berthold Höfling, dem Chefarzt der Kardiologie, zu entscheiden. Für den neuen Amtsinhaber soll es laut Kelbel eine zeitliche Befristung geben. Martius sieht in der einen wie anderen Ausgestaltung des Amtes Vor- und Nachteile. „Jemandem von außen fehlt das nötige Insiderwissen“, sagt er. „Andererseits ist er frei in seinen Entscheidungen.“

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