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Hier wird investiert: Gleich mehrere Projekte will der Landkreis in seinem Krankenhaus in Agatharied verwirklichen. Größter Posten ist der Neubau eines Parkdecks für sieben Millionen Euro im Jahr 2019. 

Das Parkdeck soll 2019 gebaut werden

Landkreis steckt 32,1 Millionen ins Krankenhaus Agatharied

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Es ist eines der Megaprojekte der kommenden Jahre: 32,1 Millionen Euro wird der Landkreis ins Krankenhaus Agatharied investieren. Das haben die Beratungen zum Haushaltsplan ergeben.

Miesbach – Zwei Tage lang hätten sich rund 40 Personen über alle finanziellen Aspekte des Landkreises beraten, teilt Landratsamt-Pressesprecher Birger Nemitz auf Nachfrage unserer Zeitung mit. „Es ist immer schwer, da eine Gewichtung vorzunehmen.“ Dennoch sei die Situation am Kreiskrankenhaus Agatharied von besonderer Bedeutung. „Wir haben hier wirklich Investitionen in die Zukunft unserer Krankenhauses vorgesehen“, sagt Landrat Wolfgang Rzehak, „und auch in die Gesundheitsversorgung unserer Landkreisbürger.“

Die Zahlen sprechen für sich: 32,1 Millionen Euro sind im Haushaltsplan für die Klinik vorgesehen. Sie teilen sich auf mehrere Projekte auf. Bereits in der Realisierung befindet sich die Erweiterung des OP-Bereichs. Wie berichtet, wurden heuer zwei neue Säle in Modulbauweise aufgestellt. 4,5 Millionen Euro lässt sich dies der Landkreis kosten, berichtet Nemitz.

Aus Sicht vieler Patienten und Besucher noch akuter ist der Parkplatzmangel. Wie berichtet, plant die Klinik deshalb für 2019 die Errichtung eines Parkdecks auf dem heutigen Außenparkplatz. Sieben Millionen Euro will der Landkreis für die mehrgeschossige Anlage für bis zu 700 Autos in die Hand nehmen. Amortisieren soll sich die Investitionssumme durch Gebühren. Es sei geplant, so Nemitz, dass die Beschäftigten dort einen Euro pro Tag für das Parken bezahlen. Aufgewertet werden soll die bestehende Tiefgarage. Der Landkreis rechnet mit Kosten von zwei Millionen Euro im Jahr 2020.

Noch deutlich weiter in die Zukunft reicht die Kalkulation für den Ersatzbau des Landratsamtes in Miesbach. 11,9 Millionen Euro seien dafür in den Haushaltsplan bis 2021 eingestellt, teilt Nemitz mit. Die Gesamtkosten werden mit 17,5 Millionen Euro angegeben, wobei hier bereits die teurere Ausführung in Holzbauweise veranschlagt wurde. Ebenfalls in dieser Summe enthalten sind der Abriss und die Beseitigung der Altbauten der früheren Hauswirtschaftsschule. Die übrigen 5,6 Millionen Euro fallen dann im Zeitraum ab 2021 an.

„Es sieht so aus, als ob sich der Ersatzbau ohne weitere Neuverschuldung realisieren lassen wird“, sagt Nemitz. Wegen niedrigerer Energie- und Reinigungskosten werde sich die Investition zudem bald amortisieren. Wie berichtet, soll sich der Flächenbedarf inklusive Altbau dank eines neuen Raumprogramms von 10 300 auf 8 800 Quadratmeter reduzieren.

Die Planungsphase soll Ende 2018 abgeschlossen werden, so dass ab 2019 mit dem Bau begonnen werden kann. Bis spätestens 2022 sollen die Mitarbeiter ihre neuen Büros beziehen können.

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