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Einen seltenen Einblick in die Arbeit in einem Operationssaal hatten die Besucher beim Tag des offenen OP am Krankenhaus Agatharied.

Krankenhaus Agatharied

Operation bei vollem Bewusstsein

Wie geht’s in einem Operationssaal zu? Interessierte konnten das jetzt bei vollem Bewusstsein in Agatharied erleben.

Landkreis Die beiden neuen Operationssäle am Krankenhaus Agatharied wurden zum 1. März in Betrieb genommen und ergänzen damit die bestehenden fünf OP-Einheiten (wir berichteten). Ziel der Baumaßnahme war es, Kapazitäten für den gestiegenen Bedarf an Operationen zu schaffen. Im Gegensatz zum alltäglichen OP-Betrieb unter sterilen Bedingungen durften am Wochenende Groß und Klein dem OP-Team über die Schulter schauen und sich dessen Arbeit erklären lassen. Rund 1800 Besuchern aus der Region nutzten das Angebot, heißt es in einer Pressemitteilung der Klinik.

„Mit den neuen OP-Sälen gewinnt unser Krankenhaus an Größe und Flexibilität“, erläuterte Dr. Reinhard Finkl, Oberarzt für Anästhesiologie und Intensivmedizin, den Besuchern. „Die Behandlungsmöglichkeiten für die Patienten und gleichzeitig das Arbeitsumfeld für unsere Mitarbeiter haben sich deutlich verbessert.“ Man freue sich, einen Blick hinter die Kulissen ermöglichen zu können und mit der Bevölkerung gemeinsam den Neubau zu feiern.

Die Abteilungen für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie, Orthopädie und Unfallchirurgie sowie der Gynäkologie und Geburtshilfe präsentierten den Besuchern viel Wissenswertes zur Medizin als auch über die Berufsbilder Arzt und Pflege. Wer bei dem Begriff Radio Frequenz Ablation zuvor nur ratlos den Kopf geschüttelt hatte, erfuhr an diesem Tag von den Spezialisten des Schilddrüsenzentrums, wie mittels Wärmetherapie Schilddrüsenkrebs behandelt werden kann. Für Patienten bedeutet dieses Verfahren eine schonende, aber wirksame Alternative zur stark belastenden Radiojodtherapie mit radioaktiven Stoffen.

Eines der Highlights war, einmal selbst zu „operieren“. An einem Modell erprobten die Besucher ihr Fingerspitzengefühl und merkten schnell, welch ruhige Hand das Team um Oberarzt Dr. Stefan Schopf bei Schilddrüsenoperationen täglich unter Beweis stellt.

Ein begehbares Darmmodell war eine der Attraktionen am Krankenhaus.

Eine weitere Attraktion bot das seit März zertifizierte Darmkrebszentrum. So überraschte bereits am Eingang des Krankenhauses ein 20 Meter langes, begehbares Darmmodel der Felix-Burda-Stiftung die Besucher. Die Stiftung verfolgt das Ziel, die Darmkrebsvorsorge im Bewusstsein der Menschen zu verankern. Und auch das OP-Team der Darmchirurgie um Chefarzt Professor Hans Martin Schardey ließ keine Fragen zum Thema minimal-invasive Verfahren und operative Eingriffe am Verdauungstrakt offen.

mm    

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